2025: Mehr Abschiebungen und freiwillige Ausreisen aus Deutschland als je zuvor
Hilda Dussen van37 Menschen in Sachsen-Anhalt 2025 zur Abschiebung festgenommen - 2025: Mehr Abschiebungen und freiwillige Ausreisen aus Deutschland als je zuvor
Deutschland verzeichnete 2025 mehr Abschiebungen – Hundertausende verließen das Land freiwillig oder zwangsweise
Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Abschiebungen in Deutschland: Hunderte Ausländer:innen verließen das Land entweder unter Zwang oder aus eigenem Antrieb. Allein 2025 wurden 576 Menschen gegen ihren Willen abgeschoben, während über tausend andere das Land freiwillig verließen. Sachsen-Anhalt meldete zudem eine überschaubare, aber bemerkenswerte Zahl von Inhaftierungen im Zusammenhang mit Abschiebeverfahren.
Bundesweit wurden 2025 insgesamt 576 Personen zwangsweise abgeschoben. Weitere 1.027 reisten freiwillig aus, um eine erzwungene Abschiebung zu vermeiden. Die Zahlen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen der Behörden, die Einwanderungsbestimmungen durchzusetzen.
In Sachsen-Anhalt wurden im vergangenen Jahr 37 Menschen in Abschiebehaft genommen. Da das Bundesland über keine eigenen Einrichtungen verfügt, wurden die Betroffenen in anderen Bundesländern untergebracht. Die meisten von ihnen wurden inhaftiert, weil die Gefahr bestand, dass sie sich der Abschiebung durch Flucht entziehen könnten.
Unter den in Sachsen-Anhalt Inhaftierten befanden sich sechs Syrer:innen und vier Iraker:innen. Die übrigen Häftlinge stammten aus anderen Ländern, wobei keine genauen Zahlen vorliegen. Zudem wurden im selben Zeitraum 23 Personen in Vorabschiebehaft genommen.
Für die Zukunft ist geplant, bis 2027 ein eigenes Abschiebegefängnis im thüringischen Volkstedt zu eröffnen. Diese Einrichtung soll den derzeitigen Mangel an lokalen Haftplätzen für solche Fälle beheben.
Die Zahlen von 2025 zeigen ein Gemisch aus erzwungenen und freiwilligen Ausreisen, wobei Abschiebehaft vor allem bei hohem Fluchtrisiko verhängt wurde. Sachsen-Anhalts Abhängigkeit von externen Einrichtungen könnte sich ändern, sobald das Zentrum in Volkstedt in zwei Jahren seinen Betrieb aufnimmt. Bis dahin setzen die Behörden weiterhin auf die bestehenden regionalen Lösungen zur Durchführung von Abschiebungen.