26 February 2026, 00:42

AfD-Skandal: Abgeordnete stellt Lebensgefährten und dessen Tochter im Bundestagsbüro ein

Ein rotes Siegel mit der Aufschrift "Deutsches Reich" vor einem schwarzen Hintergrund.

AfD in Niedersachsen im Bundestag will sich von Abgeordneter trennen - AfD-Skandal: Abgeordnete stellt Lebensgefährten und dessen Tochter im Bundestagsbüro ein

Neue Vetternwirtschaft-Vorwürfe gegen die AfD: Abgeordnete stellt Partner und dessen Tochter ein

Die rechtspopulistische AfD steht erneut in der Kritik wegen mutmaßlicher Vetternwirtschaft, nachdem eine Abgeordnete aus Niedersachsen ihren Lebensgefährten und dessen Tochter in ihrem Bundestagsbüro beschäftigt hat. Die Partei hat die 64-jährige Martina Uhr daraufhin aus der Fraktion ausgeschlossen und ihren sofortigen Rücktritt gefordert.

Uhr, die 2021 über die Landesliste der AfD in den Bundestag eingezogen war, ist derzeit Mitglied im Umweltausschuss. Der Skandal flammte auf, als bekannt wurde, dass sie sowohl ihren Lebenspartner als auch dessen Tochter als Mitarbeiter angestellt hatte. Die AfD-Bundestagsfraktion setzte ihr ein Ultimatum von 24 Stunden, um zurückzutreten – andernfalls drohe der Ausschluss aus der gesamten Parlamentsgruppe.

Der Fall hat die Debatte über Vetternwirtschaft in der AfD neu entfacht. Ähnliche Vorfälle gab es bereits in mehreren Bundesländern, darunter Thüringen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. In der Vergangenheit hatten AfD-Politiker mehrfach Angehörige oder enge Vertraute eingestellt – etwa die Ehefrau des Abgeordneten Markus Frohnmaier oder eine Mitarbeiterin im Umfeld von Mary Khan. In Bayern wären viele dieser Personalentscheidungen nach den verschärften Regeln, die nach der dortigen "Verwandtenaffäre" eingeführt wurden, mittlerweile illegal.

Die öffentliche Reaktion fällt scharf aus. Transparency Deutschland kritisierte die Fälle als skrupellose Bereicherung, während SPD und Union gesetzliche Reformen fordern, um bestehende Schlupflöcher zu schließen. Innerhalb der AfD gibt es zwar Stimmen, die strengere interne Regeln verlangen – doch Abgeordneter wie Frohnmaier und Co-Parteichef Tino Chrupalla weisen die Vorwürfe zurück. In Niedersachsen mehren sich unterdessen bereits die Forderungen nach Konsequenzen.

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Die AfD-Führung zeigt sich im Fall Uhr kompromisslos und droht mit weiteren Schritten, sollte sie nicht zurücktreten. Der Skandal erhöht den Druck auf die Partei, das Problem der Vetternwirtschaft endlich anzugehen. Kritiker fordern schärfere Kontrollen, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern. Ein zentraler Streitpunkt bleibt die fehlende bundesweite Regelung, die solche Praktiken klar unterbindet.