AfD strebt über 20 Prozent bei Baden-Württembergs Landtagswahl an
Hilda Dussen vanAfD beenden Wahlkampf in Rottweil - AfD strebt über 20 Prozent bei Baden-Württembergs Landtagswahl an
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat ihren Wahlkampf für die Landtagswahl in Baden-Württemberg abgeschlossen. Bei einer letzten Kundgebung wandten sich die Parteispitzen an ihre Anhänger und riefen die Wähler auf, die AfD mit über 20 Prozent der Stimmen zu unterstützen.
Die beiden AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla und Alice Weidel traten bei der Abschlussveranstaltung als Redner auf. Chrupalla griff die regierenden Parteien des Landes scharf an und warf ihnen vor, mit ihrer Politik die Wirtschaft geschwächt zu haben. Zudem forderte er strengere Maßnahmen in den Bereichen Sicherheit und Migration – Themen, die die AfD im gesamten Wahlkampf in den Vordergrund gestellt hat.
Seit 2021 hat die Partei deutlich an Zustimmung gewonnen: In aktuellen Umfragen liegt sie bei 18 bis 19 Prozent, nach zuvor rund 10 Prozent. Dieser Anstieg folgte auf einen tödlichen Messerangriff auf einen Polizisten im Mai 2024, den die AfD nutzte, um ihre Forderungen nach mehr Law-and-Order-Politik zu unterstreichen. Unterdessen liefern sich CDU und Grüne ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Stimmen der Mitte-links-Wähler, während die AfD als drittstärkste Kraft gilt.
Auffällig war das Fehlen von Markus Frohnmaier, dem AfD-Landesvorsitzenden und Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten, bei der Abschlusskundgebung. Er befand sich während der letzten Wahlkampfveranstaltung auf Reise in den USA. Die Strategie der Partei setzte stark auf Kommunikation statt auf detaillierte Programmvorschläge und profitierte von der Unzufriedenheit mit der vorherigen Bundesregierung.
Mit höheren Umfragewerten als 2021 geht die AfD in die Wahl. Ihre Schwerpunktthemen Migration und Sicherheit finden bei den Wählern Anklang, während CDU und Grüne um die Führung kämpfen. Die Ergebnisse am 8. März 2026 werden zeigen, ob die Partei ihr Ziel von über 20 Prozent erreicht.
