Alabali-Radovan lehnt Abschiebungsdebatten ab und setzt auf syrische Diaspora
Hilda Dussen vanAlabali-Radovan lehnt Abschiebungsdebatten ab und setzt auf syrische Diaspora
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern scharf kritisiert. Solche Debatten schüfen unnötige Verunsicherung bei denen, die bereits in Deutschland lebten, argumentierte sie. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen der Veranstaltung der Plattform „Neuer Aufbruch für Syrien“ in Berlin.
Alabali-Radovan zeigte sich frustriert über Forderungen, Syrier müssten nun endlich zum Wiederaufbau ihres Landes beitragen. Viele engagierten sich bereits seit Jahren – selbst aus Deutschland – für den Wiederaufbau, betonte sie.
Teilnehmende der Veranstaltung wiesen auf ihre langjährige Arbeit in den Bereichen Wiederaufbau und Integration hin. Die Ministerin kündigte zudem an, künftig die syrischen Communities in der Diaspora enger in Entwicklungsprojekte einzubinden.
Sie unterstrich, dass die Diskussionen über Zwangsrückführungen die Leistungen ignorierten, die Syrer bereits erbracht hätten. Stattdessen forderte sie eine größere Anerkennung ihres kontinuierlichen Engagements.
Die Aussagen der Ministerin deuten auf einen Kurswechsel hin: Weg von Abschiebungsdebatten, hin zu mehr Zusammenarbeit. Syrier in Deutschland sollen auch weiterhin eine Rolle beim Wiederaufbau spielen – unterstützt vom Entwicklungsministerium. Die Bundesregierung strebt eine stärkere Einbindung der Diaspora-Gruppen für künftige Kooperationen an.






