07 March 2026, 02:10

Apotheken in der Krise: Warum lokale Versorger um ihre Zukunft kämpfen

Ein blauer Hintergrund mit weißer Schrift und einem Logo, das '19 Millionen Amerikaner werden geschätzte 400 Dollar pro Jahr an Arzneikosten sparen' lautet.

Apotheken in der Krise: Warum lokale Versorger um ihre Zukunft kämpfen

Die Kritik am Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) wird unter Apotheken und den Bundesländern immer lauter. Kürzlich traf die Staatssekretärin Dr. Sonja Optendrenk aus dem Hessischen Gesundheitsministerium mit Dr. Michael Kuck, dem Vorstandsvorsitzenden des Großhandelsunternehmens Noweda, im Verteilzentrum des Unternehmens zusammen, um über die drängenden Herausforderungen der Branche zu sprechen. Beide betonten den dringenden Bedarf an fairen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um den reibungslosen Betrieb lokaler Apotheken zu sichern.

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Optendrenk hob die unverzichtbare Rolle der Apotheken im Gesundheitswesen hervor – insbesondere in ländlichen Regionen, wo sie oft die erste Anlaufstelle für medizinische Beratung sind. Sie warnte, dass ihre wirtschaftliche Stabilität von verlässlichen und angemessenen Vergütungen abhänge, die jedoch mit den steigenden Kosten nicht Schritt hielten. Ohne ausreichende Finanzierung, so ihre Argumentation, drohe das gesamte System der lokalen Gesundheitsversorgung zu erodieren.

Kuck schloss sich diesen Bedenken an und forderte eine Erhöhung der Festbeträge sowie ein Ende der Ungleichbehandlung zwischen Apotheken und anderen Anbietern. Er wies darauf hin, dass Apotheken und Großhändler strengeren Auflagen unterlägen als Versandapotheken und Drogerien, was zu einem ungerechten Wettbewerb führe. Zudem wurde in der Diskussion die Notwendigkeit fairerer Regelungen betont, um sicherzustellen, dass Apotheken ihre essenziellen Dienstleistungen auch künftig erbringen können.

Hessen gehörte zu den Ländern, die im Bundesrat eine Anpassung der Vergütung forderten. Gleichzeitig lehnten Vertreter die Idee einer "Apotheke ohne Apotheker" ab und unterstrichen damit die Bedeutung fachlicher Aufsicht. Zwar sieht das ApoVWG einige wirtschaftliche Erleichterungen für stationäre Apotheken vor – etwa vereinfachte Filialgründungen und erweiterte Impfangebote –, doch bleiben zentrale Probleme wie der Wettbewerb mit Versandapotheken oder die Transportvorschriften für Arzneimittel ungelöst.

Das Treffen machte die finanzielle Belastung der Apotheken und den Handlungsbedarf in der Politik deutlich. Sowohl Optendrenk als auch Kuck waren sich einig, dass faire Vergütungen und ausgewogene Wettbewerbsbedingungen entscheidend sind, um den Zugang zur lokalen Gesundheitsversorgung zu erhalten. Ohne Nachbesserungen, warnten sie, könnten Patienten künftig mit Versorgungslücken bei lebenswichtigen Apothekendienstleistungen konfrontiert sein.

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