Autohändler verliert 70.000 Euro durch raffinierten Krypto-Betrug im Altenburger Land
Berndt MitschkeAutohändler verliert 70.000 Euro durch raffinierten Krypto-Betrug im Altenburger Land
Ein 45-jähriger Autohändler aus der Region Altenburger Land ist auf einen raffinierten Kryptowährungsbetrug hereingefallen und hat dabei 70.000 Euro verloren. Der Betrüger gab sich als Vermittler für fünf Luxusfahrzeuge aus und lockte das Opfer dazu, digitale Vermögenswerte zu überweisen – ohne Aussicht auf Rückerstattung.
Der Vorfall begann, als ein unbekannter Täter den Händler kontaktierte und behauptete, einen Käufer für fünf Hochpreiswagen im Wert von etwa 515.000 Euro zu vertreten. Der Betrüger versprach eine Provision von 70.000 Euro nach Abschluss des Geschäfts.
Am 9. März 2026 wurde das Opfer dazu gebracht, ein Kryptowährungskonto zu eröffnen. Anschließend wurde es angewiesen, digitale Währungen im Wert von 70.000 Euro zu kaufen und auf ein Konto des Betrügers zu überweisen. Ein Fahrzeugverkauf oder eine Zahlung des angeblichen Käufers fand niemals statt.
Dieser Fall reiht sich in einen besorgniserregenden Trend von Krypto-Betrug in Deutschland ein. Laut Bundeskriminalamt (BKA) stiegen die gemeldeten Fälle von rund 1.800 im Jahr 2024 auf über 2.500 im Jahr 2025, wobei die Gesamtverluste 150 Millionen Euro überstiegen. Häufige Maschen sind etwa Liebesbetrug, gefälschte Investmentplattformen ("Pig Butchering") sowie Phishing-Angriffe auf Krypto-Wallets.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen inzwischen übernommen.
Die Gelder des Händlers gelten als unwiederbringlich verloren, während die Behörden den Betrug aufklären. Der Fall unterstreicht die wachsenden Risiken durch Kryptowährungsbetrug, der in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Die Fahndung nach dem Täter läuft noch.