26 March 2026, 00:11

Baden-Baden feiert Nijinsky und Pavlova mit großer Ballett-Ausstellung und Festival

Plakat für eine 1909er Pariser Ballettvorstellung namens "Saison Russe", das eine gemalte Tänzerin in einer anmutigen Pose mit "Opera et Ballet" in fetter Schrift darüber zeigt.

Baden-Baden feiert Nijinsky und Pavlova mit großer Ballett-Ausstellung und Festival

Große Ballett-Ausstellung und Festival in Baden-Baden: Hommage an Nijinsky und Pavlova

Im Oktober eröffnet in Baden-Baden eine bedeutende Ballett-Ausstellung und ein Festival, die das Erbe von Wasslaw Nijinsky und Anna Pawlowa feiern. Unter dem Titel Die Welt des John Neumeier präsentiert die Veranstaltung seltene Exponate und Aufführungen aus der Ära der Ballets Russes. Nijinsky, einer der revolutionärsten Tänzer der Ballettgeschichte, hielt sich vor über einem Jahrhundert in der Stadt auf – in einer prägenden Phase seiner Karriere.

Im August 1913 wohnte Nijinsky im Grandhotel Stephanie – dem heutigen Brenners Parkhotel – und arbeitete dort mit Sergei Djagilew an einem von Bach inspirierten Ballett. Dieser Aufenthalt in Baden-Baden markierte eine kreative Phase für den Tänzer, dessen Innovationen im Spitzentanz das Ballett zu Beginn des 20. Jahrhunderts nachhaltig veränderten. Doch keine seiner ursprünglichen Choreografien ist heute vollständig erhalten. Werke wie Le Sacre du Printemps (1913) existieren nur als fragmentarische Rekonstruktionen, die gelegentlich von Ensembles wie dem Joffrey Ballet aufgeführt werden – ihre Authentizität bleibt jedoch umstritten.

Auch Anna Pawlowa, ein weiterer Star der Ballets Russes, trat in jenem Sommer in Baden-Baden auf. Ihr für den 26. August 1913 geplanter Auftritt stand kurz vor dem Scheitern, nachdem es zum Streit mit ihrem Tanzpartner gekommen war. Schließlich betrat sie doch die Bühne und präsentierte ihre legendäre Sterbender Schwan-Darstellung. Nun werden beide Legenden im Mittelpunkt der kommenden Ausstellung von John Neumeier im Stadtmuseum Baden-Baden stehen, die am 3. Oktober eröffnet wird.

Das Festival selbst findet vom 2. bis 12. Oktober statt, wobei Neumeiers eigenes Ballett Nijinsky zwischen dem 3. und 5. Oktober dreimal aufgeführt wird. Neumeier, einer der führenden Choreografen der Gegenwart, bezeichnete Nijinsky als den "größten Visionär der Ballettkunst". Seine private Sammlung, die im Rahmen der Aufführungen gezeigt wird, gewährt einen seltenen Einblick in das goldene Zeitalter der Ballets Russes.

Das Festival und die Ausstellung rücken Nijinskys verlorene Werke wieder in den Fokus – wenn auch nur durch Rekonstruktionen und historische Dokumente. Besucher können Neumeiers Sammlung erkunden und Aufführungen erleben, die das bahnbrechende Wirken des Tänzers ehren. Gleichzeitig wird Pawlowas anhaltender Ruhm gewürdigt, sodass der Beitrag beider Künstler zur Ballettgeschichte im Rampenlicht bleibt.

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