BASF verkauft Hydrosulfit-Geschäft an Silox und zieht sich aus Ludwigshafen zurück
Adriana HaufferBASF verkauft Hydrosulfit-Geschäft an Silox und zieht sich aus Ludwigshafen zurück
BASF hat mit Silox eine Vereinbarung über den Verkauf von Teilen seines Hydrosulfit-Geschäfts getroffen. Die Einigung umfasst wichtige Vermögenswerte, technisches Know-how sowie Markenrechte für die Herstellung des Chemikalienprodukts. Hydrosulfite spielen als Reduktionsmittel und Bleichzusätze eine entscheidende Rolle in Branchen wie der Textil- und Papierindustrie.
Laut den Vertragsbedingungen übernimmt Silox ausgewählte Produktionsstätten, geistiges Eigentum und spezialisierte Ausrüstungen. Der Schritt folgt auf die Entscheidung von BASF, die Hydrosulfit-Produktion am Standort Ludwigshafen bis Ende 2025 einzustellen.
Silox, ein langjähriger Hersteller von Chemikalien auf Basis von Natriumhydrosulfit, ist seit über 70 Jahren am Markt tätig. Das Unternehmen betreibt Standorte in Belgien, Indien und Kanada und beliefert weltweit Kunden mit Reduktions- und Bleichmitteln. Jean-Christophe Bogaert, Geschäftsführer der Silox-Gruppe, betonte, dass der Kauf das Engagement des Unternehmens für die Papier- und Textilbranche stärkt. Zudem ermögliche die Übernahme eine noch zuverlässigere und qualitativ hochwertigere Versorgung internationaler Kunden mit Hydrosulfiten.
BASFs Entscheidung, die Hydrosulfit-Produktion in Ludwigshafen zu beenden, ist Teil einer umfassenden Überprüfung des Produktportfolios. Dennoch wird der Konzern am selben Standort weiterhin andere anorganische Chemikalien herstellen, darunter Alkoholate, Sulfite und Stickstoffsalze. Die Produktion von hydrosulfithaltigen Produkten wird dagegen an den BASF-Werken in Geismar (USA) und Nanjing (China) fortgeführt und sogar ausgebaut.
Die Transaktion umfasst nicht nur Produktionsanlagen, sondern auch technisches Wissen und Markenrechte. Durch die Übernahme festigt Silox seine Position als vertrauenswürdiger Lieferant auf dem weltweiten Markt.
Die Vereinbarung ermöglicht es Silox, seine Hydrosulfit-Aktivitäten auszubauen, während BASF sich auf andere Chemiesparten konzentriert. Die Produktion in Ludwigshafen wird bis Ende 2025 schrittweise eingestellt, doch die verbleibenden BASF-Standorte sichern weiterhin die globale Versorgung. Silox verfügt nun über erweiterte Kapazitäten, um Branchen zu bedienen, die auf diese essenziellen Reduktions- und Bleichmittel angewiesen sind.
