17 March 2026, 10:11

Bayer trotzt Roundup-Klagen mit Erfolg durch Nierenmedikament Kerendia

Weißer Hintergrund mit fettem grünem Text, der "single use support pioneering biopharma" lautet.

Bayer trotzt Roundup-Klagen mit Erfolg durch Nierenmedikament Kerendia

Bayer hat ein schwieriges Jahr hinter sich: Hohe Prozesskosten durch die Roundup-Klagen belasteten das Unternehmen, das 2025 einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro verbuchte. Doch die Pharmasparte macht Fortschritte und konnte mit dem Nierenmedikament Kerendia regulatorische Erfolge verbuchen. Anleger reagierten positiv – die Aktie stieg um 4,71 Prozent auf 40,25 Euro.

Kerendia (Wirkstoff Finerenon) erhielt bereits im Dezember 2021 die EU-Zulassung für Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) und Typ-2-Diabetes. Ende 2023 und Anfang 2024 beantragte Bayer die Erweiterung der Anwendung auf nicht-diabetische CKD-Patienten in der EU, Japan und Kanada. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) genehmigte diese erweiterte Indikation im September 2024 – damit kommt die Therapie schätzungsweise 2 bis 3 Millionen berechtigten Patienten in Europa zugute. Nun plant das Unternehmen, eine ähnliche Zulassung bei der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zu beantragen.

Die positiven Ergebnisse der klinischen Studien zu Kerendia bei nicht-diabetischer CKD stärkten das Vertrauen der Investoren. Gleichzeitig belasten die juristischen Auseinandersetzungen Bayer weiterhin: Am 1. April 2026 wird der Oberste Gerichtshof der USA über die Warnhinweise auf Roundup-Produkten verhandeln. Eine Entscheidung wird bis Mitte Juni 2026 erwartet – ein für Bayer günstiges Urteil könnte die finanzielle Belastung durch die laufenden Klagen verringern.

Trotz einer Nettoverschuldung von fast 30 Milliarden Euro bleibt das Unternehmen auf Wachstumskurs. In der Pipeline befinden sich zehn potenzielle Blockbuster-Medikamente für das kommende Jahrzehnt. Auf der Hauptversammlung am 1. April 2026 – demselben Tag wie die Supreme-Court-Verhandlung – stimmen die Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro ab.

Trotz rechtlicher und finanzieller Herausforderungen kommt Bayers Pharmasparte voran. Ein Sieg vor dem Supreme Court in der Roundup-Frage und die erweiterte Zulassung für Kerendia könnten die Position des Konzerns stärken. Als nächste Schritte stehen regulatorische Anträge in den USA sowie die Markteinführung neuer Therapien in den kommenden Jahren an.

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