Bayern München wehrt sich gegen Díaz-Sperre – und greift DFB-Schiedsrichter an
Reingard FaustBayern berufen Diaz-Sperre an - Bayern München wehrt sich gegen Díaz-Sperre – und greift DFB-Schiedsrichter an
FC Bayern München kämpft gegen die Sperre von Luis Díaz nach dessen Roter Karte im jüngsten Bundesliga-Duell gegen Bayer Leverkusen. Der Verein hat offiziell beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Berufung eingelegt und die Entscheidung als ungerechtfertigt kritisiert. Unterdessen übt Vorstandschef Jan-Christian Dreesen öffentlich scharfe Kritik an den Schiedsrichterleistungen der letzten Spiele.
Der Vorfall ereignete sich am 14. März 2026 während des 26. Spieltags, als Bayern auf Leverkusen traf. Díaz sah in der 84. Minute die zweite Gelbe Karte und damit die Rote. Schiedsrichter Christian Dingert räumte später ein, dass er nach Sichtung der Bilder die zweite Verwarnung nicht ausgesprochen hätte.
Bayerns Berufung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der DFB betont, dass die Aufhebung solcher Entscheidungen selten ist. Der Verband gab zu verstehen, dass die Aussichten auf eine Aufhebung von Díaz' Sperre gering seien. In dieser Saison wurden bereits zwei Bayern-Spieler – Nicolas Jackson (direkte Rote Karte in der 42. Minute eines früheren Spiels) und Díaz – mit Platzverweisen oder Sperren nach zweiter Gelber Karte belegt.
Dreesen hielt mit seiner Kritik nicht hinter dem Berg. Er bezeichnete die jüngsten Schiedsrichterleistungen als "fragwürdig" und forderte den DFB auf, die Standards zu erhöhen. Die Verärgerung des Vereins folgt auf eine Reihe umstrittenen Entscheidungen in den vergangenen Wochen.
Das DFB-Sportgericht wird nun über Bayerns Berufung entscheiden. Díaz' Sperre bleibt vorerst bestehen, sofern das Gremium nicht anders entscheidet. Das Ergebnis könnte Präzedenzfall für die Behandlung ähnlicher Fälle in künftigen Bundesliga-Partien sein.