01 February 2026, 04:27

Bayerns Moore verschwinden rasant – warum die Zeit drängt

Grüne Umgebung umgibt das Gebiet mit Wiesen am unteren Bildrand.

Experte: Landwirtschaft auf Mooren hat Grenzen - Bayerns Moore verschwinden rasant – warum die Zeit drängt

Bayerns Moore verschwinden in alarmierendem Tempo – bis zu 40 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Moorböden könnten innerhalb der nächsten 30 Jahre verloren gehen. Nur noch ein Zehntel der ursprünglichen Feuchtgebiete der Region ist intakt, der Rest wurde für die Landwirtschaft und den Torfabbau trockengelegt. Experten warnen nun, dass dringendes Handeln nötig ist, um weiteren Verlust und dessen Klimafolgen zu verhindern.

Jahrzehntelang wurden Bayerns Moore entwässert, um fruchtbares Ackerland zu schaffen und Torf abzubauen. Doch diese Praxis hat ihren Preis: Ein Viertel der genutzten Moorböden könnte bereits in 15 Jahren in seiner heutigen Form unbrauchbar werden. Ohne Gegenmaßnahmen wird die Bodensenkung die traditionelle Landwirtschaft auf weiten Flächen unmöglich machen.

Umweltschützer betonen, dass gesunde, nasse Moore eine entscheidende Rolle im Klimaschutz spielen, da sie CO₂ speichern. Ihre Wiedervernässung könnte Landwirten zudem neue wirtschaftliche Perspektiven eröffnen. Alternative Kulturen wie die Paludikultur – Pflanzen, die unter feuchten Bedingungen gedeihen – könnten Rohstoffe für Papier, Baumaterialien und Dämmstoffe liefern.

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Die bayerische Staatsregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 25 Prozent der Moorflächen zu renaturieren. Landwirte erhalten zunehmend finanzielle Anreize, um von entwässerten Böden wegzukommen. Der Vorstoß fällt mit dem Welttag der Feuchtgebiete am 2. Februar zusammen, der jährlich auf die Bedeutung dieser Ökosysteme aufmerksam macht.

Falls sich die aktuellen Trends fortsetzen, werden große Teile der bayerischen Moore durch Bodensenkung verloren gehen und die Landwirtschaft zum Umdenken zwingen. Eine Wiedervernässung könnte helfen, die Böden zu stabilisieren, Emissionen zu reduzieren und Landwirten neue Einnahmequellen zu erschließen. Die nächsten zwei Jahrzehnte werden entscheidend sein, ob diese einzigartigen Lebensräume gerettet werden können.