Beiersdorf-Aktie stürzt auf Rekordtief – doch gibt es Hoffnung auf Erholung?
Hilda Dussen vanBeiersdorf-Aktie stürzt auf Rekordtief – doch gibt es Hoffnung auf Erholung?
Die Aktie der Beiersdorf AG ist auf ein historisches Tief gefallen und erstmals unter 79 Euro gerutscht. Der starke Einbruch folgt auf eine enttäuschende Gewinnprognose, die deutlich hinter den Markterwartungen zurückblieb. Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz mussten mit ansehen, wie der Kurs seit seinem Höchststand zu Jahresbeginn um über 40 Prozent einbrach.
Die Verkaufswelle setzte ein, nachdem das Unternehmen eine schwache Prognose für 2026 vorlegte. Analysten hatten mit kräftigerem Wachstum gerechnet, doch Beiersdorf warnte vor einem zögerlichen Mengenwachstum und steigenden Rohstoffkosten. Diese Belastungen dürften die operative EBIT-Marge leicht unter das Vorjahresniveau von 14,0 Prozent drücken.
Trotz des Abschwungs zeigen sich technische Anzeichen für eine mögliche Erholung. Es hat sich ein Außenumkehrmuster gebildet, und der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mittlerweile überverkaufte Bedingungen. Eine wichtige Unterstützungsmarke liegt bei 77 Euro – ein Niveau, das bei Halt Käufer anziehen könnte.
Die finanziellen Grunddaten bleiben gemischt. Zwar generiert das Unternehmen weiterhin starken freien Cashflow, was Dividenden und Aktienrückkäufe stützt, doch die operativen Herausforderungen bestehen fort. Hohe Inputkosten durch Inflation und schwache Nachfrage in den Schwellenländern belasten die Performance. Jüngste Insiderkäufe der BBG Holding deuten jedoch auf ein gewisses Vertrauen in den inneren Wert des Unternehmens hin.
Der letzte Schlusskurs lag bei 78,44 Euro – weit entfernt vom Jahreshöchststand von 134,45 Euro. Analysten halten im Schnitt ein Kursziel von 105,45 Euro, was vorsichtigen Optimismus widerspiegelt. Nun bleibt abzuwarten, ob es der Aktie gelingt, sich oberhalb der entscheidenden Unterstützungsmarke zu stabilisieren.