22 April 2026, 06:23

Berlin gründet neues Staatsunternehmen für 8-Milliarden-Sanierung der Universitäten

Schwarzes und weißes Architekturzeichnung eines Gebäudes mit zahlreichen Fenstern und einem Grundriss, beschriftet als die Universität Berlin.

Berlin gründet neues Staatsunternehmen für 8-Milliarden-Sanierung der Universitäten

Der Berliner Senat hat Pläne für die Gründung eines neuen Bauunternehmens gebilligt, das sich ausschließlich der Sanierung der Universitätsgebäude der Stadt widmen soll. Mit diesem Schritt will man Reparaturen beschleunigen und den Stau von 8 Milliarden Euro an Instandhaltungsarbeiten in 450 landeseigenen Gebäuden abbauen. Künftig wird eine zentrale Behörde alle großen Projekte für die elf öffentlichen Hochschulen der Stadt steuern.

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Das neue Unternehmen mit dem Namen BHG übernimmt die Verantwortung für alle Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen an Universitätsimmobilien. Dazu gehören 389 geplante Vorhaben, von denen 240 direkt den bestehenden Rückstau angehen sollen. Ziel ist es, die Planung unter einem Dach zu bündeln, statt die Zuständigkeiten auf mehrere Abteilungen zu verteilen.

Die Hochschulen bleiben eng in den Prozess eingebunden. Ihre Leitungen haben Sitze im Aufsichtsrat der BHG erhalten und können so bei Entscheidungen mitwirken. Die Finanzierung der Sanierungen erfolgt über Kredite und Mieteinnahmen, da die Universitäten ihre Gebäude von der BHG anmieten.

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft wird jährlich rund 300 Millionen Euro für die Mietkosten bereitstellen – Mittel, die nicht den Budgets für Lehre oder Forschung entnommen werden. Zwischen 2032 und 2046 sind jährliche Investitionen in Höhe von 220,3 Millionen bis 298,6 Millionen Euro vorgesehen, um den Sanierungsbedarf langfristig zu decken.

Das Gesetz muss noch vom Abgeordnetenhaus abgesegnet werden. Eine Abstimmung wird vor der Sommerpause erwartet, danach treten die Änderungen in Kraft.

Die Berliner Hochschulen nutzen derzeit 1,2 Millionen Quadratmeter Fläche, von der ein großer Teil dringend sanierungsbedürftig ist. Das neue System soll diese Probleme effizienter lösen als bisher.

Sobald die BHG grünes Licht erhält, übernimmt sie die Steuerung des 8-Milliarden-Euro-Sanierungsprogramms. Die Universitäten zahlen künftig Miete an das neue Unternehmen und können so ihre eigenen Haushalte für Bildung und Forschung entlasten. Die ersten Projekte könnten bereits in den kommenden Wochen starten, sofern das Gesetz verabschiedet wird.

Quelle