Berlin protestiert gegen sexualisierte digitale Gewalt und Deepfake-Missbrauch
Berndt MitschkeBerlin protestiert gegen sexualisierte digitale Gewalt und Deepfake-Missbrauch
Eine Demonstration in Berlin hat die wachsende Problematik sexualisierter digitaler Gewalt in den Fokus gerückt. Unter dem Motto "Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Betroffenen" versammelten sich die Protestierenden und verwiesen dabei auf Fälle wie den der Schauspielerin Collien Fernandes. Sie erlebte jahrelang Missbrauch durch Deepfake-Technologie, darunter gefälschte explizite Inhalte und Identitätsdiebstahl, bei dem Täter sich als sie ausgaben, um ihre beruflichen Kontakte zu manipulieren.
Collien Fernandes wurde zu einer der bekanntesten Betroffenen von Deepfake-Missbrauch, nachdem gefälschte pornografische Videos von ihr im Internet verbreitet wurden. Die Angriffe beschränkten sich nicht auf manipulierte Medien: Betrüger kontaktierten auch ihre Kollegen unter falscher Identität. Der Fall zeigt, wie KI-gestützte Belästigung sowohl das Privat- als auch das Berufsleben zerstören kann.
Die Berliner Proteste fielen zusammen mit einer breiteren Debatte über digitale Rechte. Die gemeinnützige Organisation HateAid, die sich für Menschenrechte im digitalen Raum einsetzt, hat sich wiederholt zu solchen Verstößen geäußert. Gleichzeitig berichtet die Journalistin Franziska Martin seit Jahren über ähnliche Themen.
Martin, die in Hamburg lebt, ist derzeit für eine große Website verantwortlich, wo sie über Arbeitsmarkt- und Berufsthemen berichtet – mit einem Schwerpunkt auf den Auswirkungen von KI auf die Arbeitswelt. Zuvor arbeitete sie beim Manager Magazin und recherchierte dort intensiv über die KI-Branche. Ihre Artikel untersuchen häufig, wie neue Technologien die Arbeitswelt verändern – und wie sie als Waffen gegen Einzelne eingesetzt werden können.
Die Proteste in Berlin spiegeln eine wachsende öffentliche Besorgnis über KI-basierte Belästigung wider. Betroffene wie Fernandes tragen langfristige Folgen davon – von Rufschädigung bis hin zu beruflicher Sabotage. Gleichzeitig fordern Initiativen und Aktivist:innen strengere Schutzmaßnahmen, da digitale Gewalt immer weiter um sich greift.






