Berlin reflektiert: Sondersitzung zu Mai-Krawallen und Ehrung für Margot Friedländer
Adriana HaufferBerlin reflektiert: Sondersitzung zu Mai-Krawallen und Ehrung für Margot Friedländer
Berlins Abgeordnetenhaus zu Sondersitzung über die Ereignisse vom 1. Mai – Ehrung für Holocaust-Überlebende Margot Friedländer
Das Berliner Abgeordnetenhaus wird eine außerplanmäßige Sitzung abhalten, um die Geschehnisse vom 1. Mai aufzuarbeiten. Zwar verliefen die Demonstrationen größtenteils friedlich, doch leitete die Polizei über 100 strafrechtliche Ermittlungsverfahren ein. Im Rahmen einer separaten Zeremonie wird zudem der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer gedacht – ein Platz vor dem Parlament erhält zu ihren Ehren einen neuen Namen.
Der Tag beginnt um 9:00 Uhr mit einer Würdigung Margot Friedländers im Plenarsaal. Regierungsbürgermeister Kai Wegner (CDU) wird eine Rede halten, bevor die neue Namensplatte für den Platz vor dem Abgeordnetenhaus enthüllt wird, der künftig Friedländers Namen tragen soll.
Die Plenarsitzung selbst startet bereits um 11:00 Uhr – früher als üblich. Die Abgeordneten werden die Ereignisse vom 1. Mai erörtern, an dem es zu mehreren Dutzend vorläufigen Festnahmen kam. Trotz eines insgesamt ruhigen Verlaufs registrierte die Polizei rund 120 Straftaten, darunter Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen und sexuelle Belästigung.
Zu allen Vorfällen wurden inzwischen Ermittlungen eingeleitet. In der Sitzung soll auch die Polizeiarbeit bewertet und über weitere Maßnahmen entschieden werden.
Die Feierstunde und die parlamentarische Debatte prägen einen Tag der Reflexion in Berlin: Während die Umbenennung des Platzes an Margot Friedländers Lebenswerk erinnert, setzt sich das Abgeordnetenhaus mit den Vorfällen vom 1. Mai auseinander. Die Polizei arbeitet unterdessen die 120 strafrechtlich relevanten Fälle im Zusammenhang mit den Demonstrationen auf.






