26 June 2026, 02:10

Berliner Philharmoniker planen Milliarden-Sanierung ab 2032 mit achtjährigem Umzug

Wo soll die Philharmonie hin - Templehof oder ICC?

Berliner Philharmoniker planen Milliarden-Sanierung ab 2032 mit achtjährigem Umzug

Die Berliner Philharmoniker planen eine umfassende Sanierung, die 2032 beginnen soll. Das Projekt wird voraussichtlich 1,15 Milliarden Euro kosten und erfordert, dass das Orchester für acht Jahre in ein Ausweichquartier umzieht. Zwei mögliche Interimsstandorte werden derzeit geprüft: das Internationale Congress Centrum (ICC) und der ehemalige Flughafen Tempelhof.

Die Bauarbeiten sollen unmittelbar nach den Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Philharmoniker im Jahr 2032 starten. Geplant sind eine vollständige technische Modernisierung, verbesserte Brandschutzmaßnahmen sowie der Ausbau der Backstage-Bereiche. Das Orchester benötigt einen Ersatzspielort, der etwa 2.300 Zuschauer fasst und gleichzeitig die hohen akustischen Anforderungen erfüllt.

Als favorisierte Übergangsstandorte gelten das ICC und das denkmalgeschützte Tempelhof-Gelände. Eine Machbarkeitsstudie schlägt vor, in den historischen Hangars des Flughafens zwei neue Konzertsäle zu errichten. Allerdings äußerte Generalintendantin Andrea Zietzschmann Bedenken hinsichtlich des baulichen Zustands des ICC und der dafür notwendigen Sanierungsarbeiten.

Die endgültige Entscheidung über die Sanierung und den Umzug wird voraussichtlich von der finanziellen Lage Berlins und der Haltung der neuen Regierung abhängen. Unklar ist zudem, ob Zietzschmann zum Baubeginn 2032 noch im Amt sein wird.

Mit einem Volumen von 1,15 Milliarden Euro soll das Projekt die Infrastruktur der Philharmoniker grundlegend modernisieren – vorausgesetzt, es wird ein geeigneter Interimsstandort gefunden. Sowohl die Wahl des Ortes als auch der Zeitplan hängen in den kommenden Jahren von politischen und finanziellen Rahmenbedingungen ab.

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