Betrugsprozess in Mannheim: Unternehmer soll Anleger um Millionen prellen
Berndt MitschkeFünf Millionen Euro Schaden: 68-Jähriger in Mannheim wegen Betrugs angeklagt - Betrugsprozess in Mannheim: Unternehmer soll Anleger um Millionen prellen
Ein 68-jähriger Unternehmer ist in Mannheim wegen gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt worden. Der Mann, der eine schweizerisch-deutsche Unternehmensgruppe leitete, war bereits im vergangenen November auf der Kanareninsel Teneriffa festgenommen worden. Den Behörden zufolge soll er Anleger um Millionenbeträge für Bauprojekte geprellt haben, die nie realisiert wurden.
Laut Angaben soll der Angeklagte Gelder von Privatpersonen für verschiedene Bauvorhaben eingeworben haben, darunter ein Hotelkomplex in Konstanz, von dem er angeblich wusste, dass es nie fertiggestellt werden würde. Gerichtsakten zufolge verfügten die beteiligten Firmen über kaum nennenswerte Einnahmen, was das Projekt von vornherein undurchführbar machte.
Die Anleger verloren insgesamt rund 4,8 Millionen Euro sowie zusätzliche 70.000 Schweizer Franken (etwa 78.000 Euro). Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann zudem vor, über zwei Millionen Euro aus dem Vermögen der Gruppe für private Zwecke entnommen zu haben.
Er befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft, während das Landgericht Mannheim die Vorwürfe prüft.
Im Mittelpunkt des Verfahrens steht der Vorwurf, der Unternehmer habe Investoren bewusst getäuscht, obwohl er wusste, dass die Projekte keine realistische Erfolgsaussicht hatten. Bei einer Verurteilung drohen ihm empfindliche Strafen nach deutschem Betrugsrecht. Das Gericht wird nun die Beweislage prüfen, bevor das Verfahren weitergeht.
