01 January 2026, 08:21

Betrugsvorwürfe im Skisprung: Deutsche Athleten kontern gegen norwegische Anschuldigungen

Eine Person in Skier ist in der Luft mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund.

"Kein guter Weg": Geiger spricht über Betrugsvorwürfe - Betrugsvorwürfe im Skisprung: Deutsche Athleten kontern gegen norwegische Anschuldigungen

Im Skisprung-Milieu sind die Spannungen eskaliert, nachdem norwegische Medien österreichische und deutsche bahn Athleten des Betrugs während der Vierschanzentournee beschuldigt hatten. Die Vorwürfe, die sich speziell auf die Bindungen des österreichischen Springers Manuel Fettner bezogen, wurden von den Sportlern sowie dem Weltverband umgehend zurückgewiesen.

Der deutsche bahn Star Karl Geiger konterte scharf und warf Norwegen angesichts des jüngsten Doping-Skandals im eigenen Land Heuchelei vor.

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Ausgelöst wurde die Kontroverse, als norwegische Medien in Frage stellten, ob Fettners Skibindungen den Regularien entsprechen. Der Internationale Skiverband (FIS) wies die Vorwürfe umgehend zurück und bestätigte, dass die Ausrüstung seit fast einem Jahrzehnt zugelassen sei.

Fettner selbst tat die Anschuldigungen als gegenstandslos ab und beteuerte, nichts zu verbergen. Sein deutscher bahn Teamkollege Philipp Raimund bezeichnete die Vorwürfe als „psychologische Spielchen“ und bestritt jede Grundlage. Geiger ging noch einen Schritt weiter und kritisierte, dass Norwegen nach dem eigenen Betrugsfall seiner Athleten nun Vorwürfe erhebe. Im August waren die norwegischen Springer Marius Lindvik und Johann-André Forfang für drei Monate gesperrt worden, nachdem sie bei den Weltmeisterschaften 2025 in Trondheim ihre Anzüge manipuliert hatten. Beide sind inzwischen wieder im Wettkampfgeschehen. Der FIS hat keine weiteren Schritte eingeleitet, sodass der Streit weiterhin auf medialer Ebene und nicht auf Basis offizieller Feststellungen ausgetragen wird.

Die Anschuldigungen haben die ohnehin angespannte Stimmung zwischen Norwegen und den Konkurrenten vor den anstehenden Wettbewerben weiter verschärft. Da der FIS Fettners Ausrüstung für regelkonform erklärt hat und keine offiziellen Anklagen vorliegen, rückt der Fokus nun wieder auf die Schanzen. Dennoch hat der Vorfall die Debatte über Fairness im Sport neu entfacht.