15 December 2025, 02:18

Bewegende Wanderung durch die vergessenen Dörfer Seeleshof und Walkes

Eine nächtliche Straßenszene in einer Stadt mit Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen, Lampen, Eisenstäben, Bäumen und einer Skulptur unter einem dunklen Himmel.

Bewegende Wanderung durch die vergessenen Dörfer Seeleshof und Walkes

Wanderung zum Seeleshof – Großes Interesse und spannende Einblicke

Bei einer geführten Wanderung durch die Geschichte zogen es vergangenes Wochenende rund 240 Wanderer in die ehemaligen Dörfer Seeleshof und Walkes. Die vom CDU-Kreisverband Geisaer Land organisierte Veranstaltung beleuchtete die bewegte Vergangenheit der Region und die Schicksale von Familien, die durch die Teilung Deutschlands vertrieben wurden. Geisas Bürgermeisterin Manuela Henkel begrüßte die Gruppe und lobte das große Interesse an der lokalen Geschichte.

Startpunkt der Wanderung war das neu restaurierte Wegkreuz auf dem Geisaer Berg, wo die Teilnehmer von den dramatischen Ereignissen der Region erfuhren. Die Route führte auch zum Gelände des Seeleshofs, eines einst 100 Hektar großen Guts, das um 1800 in zwei Teile geteilt wurde. 1960 floh Oskar von der Tann mit seiner Familie in die Bundesrepublik und ließ das Anwesen zurück. Die DDR-Behörden ließen den Hof später abreißen, und 1974 wurde die Familie Heller vertrieben – ihr Haus wurde im September desselben Jahres abgerissen.

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Die Veranstaltung rückte die anhaltenden Folgen der Teilung für Familien wie die Hellers, die Traberts und die Gaußes in den Fokus. Ihre Geschichten, bewahrt durch Denkmäler und Zeitzeugenberichte, prägen bis heute das kollektive Gedächtnis der Region. Die hohe Teilnehmerzahl zeigte, wie sehr sich die Menschen mit diesem schwierigen Abschnitt der Geschichte verbinden.