Björn Höcke in Stadtlengsfeld - Politischer Gegenwind & Gefüllter Feldataler Saal
Hilda Dussen vanBjörn Höcke in Stadtlengsfeld - Politischer Gegenwind & Gefüllter Feldataler Saal
Björn Höcke in Stadtlengsfeld – Politischer Gegenwind und vollbesetzte Feldatalhalle
Teaser: Dass Björn Höcke politischen Gegenwind spürt, ist für den Thüringer AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzenden nichts Neues. Doch am Donnerstagabend in Stadtlengsfeld traf ihn nicht nur der kräftige Rhöner Herbstwind, sondern auch Proteste.
24. Oktober 2025, 10:00 Uhr
Rund 300 Menschen füllten die Feldatalhalle in Stadtlengsfeld, um an einer AfD-Veranstaltung mit Björn Höcke teilzunehmen. Der Thüringer Landesvorsitzende erhielt von den Anwesenden langen stehenden Applaus. Draußen versammelten sich gleichzeitig Demonstranten, die gegen seinen Auftritt und die Politik der Partei protestierten.
Die unter dem Titel „10 Jahre offene Grenzen – Ein Bürgerdialog mit Björn Höcke und Stefan Möller“ stehende Veranstaltung war bis auf den letzten Platz besetzt. Der Bundestagsabgeordnete Stefan Möller und der Landtagsabgeordnete Uwe Krell stellten Höcke als „zukünftigen Ministerpräsidenten Thüringens“ vor. Innerhalb der Partei wird jedoch auch über Mario Voigt, den aktuellen Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten, als möglichen Amtsinhaber diskutiert.
Vor der Halle protestierten etwa 60 Mitglieder der Initiative „Omas gegen Rechts“. Einige Demonstranten waren extra aus den Nachbarregionen angereist, um gegen die AfD zu demonstrieren. Trotz des sichtbaren Widerstands fand die Veranstaltung wie geplant statt. Höcke, der in Thüringen sowohl die Landes- als auch die Fraktionsführung der AfD innehat, richtete sich im Inneren an seine Anhänger. Im Mittelpunkt standen die Migrationspolitik der Partei sowie ihre Ambitionen auf die Landesführung.
Während die Veranstaltung die starke Unterstützung für Höcke unter den Teilnehmern zeigte, spiegelten die Proteste draußen die anhaltende Ablehnung der AfD wider. Die Partei prüft weiterhin ihre Optionen für die Kandidatur zum Ministerpräsidentenamt – sowohl Höcke als auch Voigt gelten als mögliche Anwärter. Die Debatten und Demonstrationen unterstreichen die polarisierten Reaktionen auf den wachsenden Einfluss der AfD in Thüringen.
