Blutige Auseinandersetzung zwischen zwei Betrunkenen am Erfurter Hauptbahnhof
Berndt MitschkeBlutige Auseinandersetzung zwischen zwei Betrunkenen am Erfurter Hauptbahnhof
Gewalttätiger Streit am Erfurter Hauptbahnhof in der Nacht zu Donnerstag
Ein spätabendlicher Streit am Erfurter Hauptbahnhof eskalierte am Mittwochabend in Gewalt. Zwei betrunkene deutsche Männer gerieten im Unterführungsbereich aneinander, bevor Bahnsicherheitskräfte und Beamte der Bundespolizei eingriffen. Bei der Auseinandersetzung wurde einer der Männer mit den Scherben einer zerbrochenen Bierflasche verletzt.
Der Vorfall begann, als die beiden Männer – 39 und 50 Jahre alt – im Untergeschoss des Bahnhofs in einen Wortwechsel gerieten. Wie aus Kreisen verlautet, kannten sie sich und hatten bereits seit Längerem ungelöste persönliche Konflikte. Der genaue Auslöser des Streits ist jedoch unklar.
Die Situation spitzte sich zu, als der ältere Mann zurückschlug und es daraufhin zu Handgreiflichkeiten kam. Im Verlauf des Kampfes traf der 39-Jährige seinen Kontrahenten mit den Glasscherben einer zerbrochenen Flasche. Mitarbeiter der Bahnsicherheit und Beamte der Bundespolizei griffen umgehend ein, trennten die beiden Männer und verhinderten so weitere Verletzungen. Bei beiden wurde ein Blutalkoholwert von etwa 1,5 Promille festgestellt.
Die Ermittler gehen nun von einer Körperverletzung aus und haben ein Verfahren eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Landespolizeiinspektion Erfurt; beide Beteiligte sollen in den kommenden Tagen vernommen werden.
Die Bundespolizei prüft weiterhin die genauen Umstände des Angriffs. Beide Männer müssen im Rahmen der laufenden Untersuchungen mit weiteren Befragungen rechnen. Bisher wurde kein offizieller Sprecher für den Fall benannt.
