Boris Pistorius als römischer Zenturio: Der überraschende Cameo in Asterix in Lusitanien
Hilda Dussen vanWarum Boris Pistorius in der neuen 'Asterix'-Geschichte auftritt - Boris Pistorius als römischer Zenturio: Der überraschende Cameo in Asterix in Lusitanien
Der neueste Asterix-Band, Asterix in Lusitanien, ist mit einer überraschenden Überraschungsrolle in den Buchhandlungen erschienen: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius taucht als römischer Zenturio auf – wenn auch nicht nach ursprünglichem Plan. Die verblüffende Ähnlichkeit der Figur mit dem Politiker sorgt für Gesprächsstoff, doch die Macher betonen, dass damit keinerlei politische Aussage verbunden sei.
Das am 23. Oktober 2025 veröffentlichte Album wurde von Fabcaro (Fabrice Caro) verfasst und von Didier Conrad illustriert. Die Handlung spielt im antiken Lusitanien, doch ein römischer Offizier fällt besonders auf: Der Zenturio Pistorius – eine Anspielung auf den lateinisch klingenden Nachnamen des Ministers – war ursprünglich dem britischen Komiker Ricky Gervais nachempfunden. Doch in der finalen Version trägt die Figur nun eine frappierende Ähnlichkeit mit Boris Pistorius.
Asterix-Comics haben eine lange Tradition, öffentliche Persönlichkeiten karikaturistisch einzubauen. Frühere Beispiele sind Technokratus (inspiriert vom ehemaligen französischen Premierminister Laurent Fabius) oder Croesus Lupus (eine Anspielung auf Silvio Berlusconi). Der deutsche Übersetzer Klaus Jöken nannte die Ähnlichkeit mit Pistorius "verblüffend" und betonte, dass die Niederlage der Figur in der Geschichte keinesfalls als Spott gemeint sei.
Das Kreativteam weist jede politische Absicht von sich. Fabcaro und Conrad knüpfen mit ihrer Arbeit an die Serie-Tradition an, spielerisch auf zeitgenössische Persönlichkeiten anzuspielen – doch diesmal sei die Ähnlichkeit rein zufällig entstanden.
Asterix in Lusitanien ist seit einer Woche erhältlich und sorgt mit seinem unerwarteten visuellen Gag für Aufmerksamkeit. Der römische Zenturio im Comic teilt nun nicht nur einen Namen, sondern auch ein Gesicht mit einem realen deutschen Minister. Während die Leser:innen sich über die Ähnlichkeit amüsieren, halten die Macher daran fest, dass sie niemals als Kommentar gedacht war.
