24 June 2026, 04:08

Brandenburgs rot-schwarze Koalition zieht nach 100 Tagen eine positive Bilanz – doch die Finanzkrise droht

100 Tage Brandenburg-Koalition - Ambitioniertes Arbeitspensum

Brandenburgs rot-schwarze Koalition zieht nach 100 Tagen eine positive Bilanz – doch die Finanzkrise droht

Brandenburgs rot-schwarze Koalition hat ihre ersten 100 Tage im Amt erreicht. Die Zusammenarbeit zwischen SPD und CDU wird als vertrauensvoll, konfliktarm und überaus produktiv beschrieben.

Die Koalition entstand, nachdem die Bündnis der SPD mit der BSW im Januar gescheitert war. Zwar gab es anfangs kritische Stimmen zum Prozess, doch die neue Partnerschaft hat mit klaren Vorhaben Fahrt aufgenommen.

Bereits wurden Maßnahmen beschlossen, um die Berufung von Hochschulprofessoren zu beschleunigen und Bürokratie abzubauen. Im Herbst folgen weitere Reformen, darunter eine Landarztquote und die Einführung unbemannter Mini-Supermärkte.

Geplant sind zudem Gesetze zur Ausweitung der Polizeibefugnisse, zur Reform der Kita-Finanzierung und zur Verpflichtung von Tariftreue bei öffentlichen Aufträgen. Doch die Koalition steht vor einer großen finanziellen Herausforderung: Ein Urteil des Verfassungsgerichts zu Besoldungsansprüchen von Beamten belastet den Haushalt mit zusätzlichen 300 bis 600 Millionen Euro.

Um die Etats für 2027 und 2028 auszugleichen, sind erhebliche Kürzungen in mehreren Ministerien vorgesehen. Bildungsbereich und Gesundheitsministerium bleiben jedoch weitgehend verschont – trotz dringendem Finanzbedarf. Der erste gemeinsame Doppelhaushalt der Koalition zielt darauf ab, ein Defizit in Milliardenhöhe zu schließen.

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Die ersten Schritte der Regierung zeigen einen Fokus auf Effizienz und Reformen. Die kommenden Monate werden entscheiden, ob es gelingt, den finanziellen Druck zu bewältigen und gleichzeitig die politischen Versprechen einzulösen. Der Erfolg hängt davon ab, ob die konstruktive Zusammenarbeit der ersten 100 Tage Bestand hat.

Quelle