09 December 2025, 12:09

BSW in Thüringen: Wolf hofft auf Neuanfang mit neuer Bundesführung

Ein Mann in einer schwarzen Jacke steht an einem Podium mit Mikrofonen und spricht in eines, mit einem Blumentopf oder einem Blumenstrauß in der Nähe. Vor ihm sitzen zwei Männer und eine Frau auf Stühlen. Hinter ihm ist eine braune Wand und ein buntes Schild mit Text zu sehen, das auf einen Konferenzsaal hindeutet.

Wolf: Erwartet bessere Zusammenarbeit mit neuem Vorstand - BSW in Thüringen: Wolf hofft auf Neuanfang mit neuer Bundesführung

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Die BSW-Partei hat nach dem Rückzug von Sahra Wagenknecht eine neue Doppelspitze gewählt. Auf dem Bundesparteitag in Magdeburg setzten sich Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali als gleichberechtigte Vorsitzende durch. Gleichzeitig wurden die Spannungen mit dem Thüringer Landesverband deutlich, der wegen seiner Regierungsbeteiligung in der Kritik steht.

De Masi erhielt 93,3 Prozent der Stimmen, Ali kam auf 82,6 Prozent Zustimmung. Ihre Wahl folgt auf Wagenknechts Entscheidung, sich aus der Spitzenposition zurückzuziehen. Der Thüringer BSW-Landesverband hingegen sah sich auf dem Parteitag mit Vorwürfen konfrontiert, da er an der Landesregierung beteiligt ist – und geriet dadurch in die Isolation.

Sowohl Infrastrukturminister Steffen Schutz als auch der Landtagsabgeordnete Dirk Hoffmeister scheiterten mit ihren Bewerbungen um stellvertretende Bundesvorstandsposten. Zudem konnte der Thüringer Verband keine der Vizevorsitzenden-Positionen auf Bundesebene besetzen. Dennoch hält der Landesverband an seinem Regierungsengagement fest.

Die Thüringer Landesvorsitzende Katja Wolf wies Vorwürfe zurück, ihr Verband habe die Grundsätze der Partei verraten. Auch die These, dass die Thüringer Regierungsbeteiligung für das knappe Abschneiden der BSW bei der Bundestagswahl verantwortlich sei, lehnte sie ab. Wolf äußerte die Hoffnung auf eine bessere Zusammenarbeit mit der neuen Bundesführung.

Die Ergebnisse des Parteitags lassen den Thüringer BSW ohne bundesweite Stellvertreterposten zurück – doch im Land bleibt der Verband politisch aktiv. Die neuen Doppelspitzen stehen nun vor der Herausforderung, die Partei nach dem zersplitterten Parteitag zu einen. Wie sich die künftige Zusammenarbeit zwischen Landes- und Bundesverband gestaltet, bleibt vorerst offen.