BSW-Spitzenstreit: Katja Wolf unterstützt Wagenknecht
Führungsstreit bei BSW: Katja Wolf stellt sich hinter Wagenknecht
Im Machtkampf innerhalb der BSW positioniert sich Thüringens stellvertretende Ministerpräsidentin Katja Wolf klar hinter Parteichefin Sahra Wagenknecht. Wolf erklärte am Dienstag auf einer Veranstaltung des „Tagesspiegel“, sie wünsche sich „natürlich“, dass Wagenknecht erneut als Vorsitzende kandidiere, „denn eine so junge Partei braucht in stürmischen Zeiten eine mediale Identifikationsfigur“. Wagenknecht verfüge über ein „unglaubliches politisches Talent, eine große [...]“
4. November 2025, 13:20 Uhr
Thüringens stellvertretende Ministerpräsidentin Katja Wolf hat sich im anhaltenden Führungsstreit der Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) öffentlich hinter die Parteivorsitzende Sahra Wagenknecht gestellt. Zwar betont Wolf ihre deutliche Unterstützung für Wagenknecht, schließt für sich selbst aber eine bundespolitische Rolle aus – stattdessen will sie sich auf den Vertrauensaufbau in ihrem Heimatland konzentrieren.
Wagenknecht bezeichnete Wolf als „Fels in der Brandung“ und lobte deren politisches Geschick, doch ihre eigenen Prioritäten liegen weiterhin fest in der Thüringer Landesregierung verankert. Einen Wechsel in eine Führungsposition auf Bundesebene innerhalb der BSW strebt sie nicht an. Stattdessen will sie ihre Arbeit als Finanzministerin und Landesvorsitzende vertiefen, mit dem Ziel, die bestehenden Koalitionen zu stabilisieren und eine pragmatische Regierungsführung voranzutreiben – trotz der Spannungen mit der Bundesparteispitze.
Die internen Konflikte der BSW wertet Wolf als „Wachstumsschmerzen“ einer jungen Partei und plädiert für „besonnene Gelassenheit“. Ihr Anliegen ist es, zu beweisen, dass überparteiliche Bündnisse funktionieren können, um Thüringen „jeden Tag ein Stück besser“ zu machen.
In der Debatte um Anträge der AfD im Landtag warnt Wolf vor pauschaler Ablehnung. Vielmehr fordert sie „größte Vorsicht und nüchterne Pragmatik“ – selbst in Vorlagen der AfD könnten bei genauer Prüfung „durchaus sinnvolle Ansätze“ stecken, so ihre Einschätzung.
Mit dieser Haltung bleibt Wolf fest in der Thüringer Landespolitik verankert, statt eine bundesweite Rolle in der BSW anzustreben. Ihre Unterstützung für Wagenknecht ist unmissverständlich, doch ihr unmittelbarer Fokus gilt der Regierungsarbeit auf Landesebene und dem Brückenbau zwischen den Lagern. Der interne Richtungsstreit der BSW dauert derweil an – Wolf mahnt zur Mäßigung und setzt auf sachorientierte Lösungen statt auf Eskalation.
