Bundesbeauftragter warnt: Politische Debatten gefährden Investitionen in Deutschland
Berndt MitschkeBundesbeauftragter warnt: Politische Debatten gefährden Investitionen in Deutschland
Deutschlands Bundesbeauftragter für Auslandsinvestitionen warnt vor politischen Debatten, die das Vertrauen ausländischer Investoren erschüttern
Martin Blessing, der Investitionsbeauftragte der Bundesregierung, hat Bedenken geäußert, dass aktuelle politische Diskussionen das Vertrauen internationaler Anleger in Deutschland untergraben könnten. Besonders problematisch seien Forderungen der Linken nach Eingriffen in das Eigentumsrecht, die die wirtschaftliche Attraktivität des Landes gefährden könnten, so Blessing. Gleichzeitig betonte er, dass Deutschland im Ausland trotz innerdeutscher Skepsis nach wie vor als verlässlicher Wirtschaftsstandort gelte.
Blessing war im September 2025 von Bundeskanzler Friedrich Merz in sein Amt berufen worden. Seither setzt er sich dafür ein, Deutschlands Anziehungskraft für ausländische Investoren zu erhalten – die das Land derzeit positiver bewerten als viele Bürger im Inland.
Der Investitionsbeauftragte machte deutlich, dass vor allem die im Wahlprogramm der Linken diskutierten Enteignungspläne bei Unternehmen auf größere Besorgnis stoßen als die Umfrageerfolge der AfD. Ausländische Investoren zeigten sich demnach weniger beunruhigt über mögliche AfD-Gewinne bei den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Als Beispiel führte Blessing Österreich an, wo die Beteiligung der rechtspopulistischen FPÖ an Regionalregierungen die Wirtschaft nicht abgeschreckt habe.
Blessing rief die Bundesregierung dazu auf, das positive internationale Image Deutschlands weiter zu stärken. Die Debatten über Eigentumsrechte und staatliche Eingriffe in Besitzverhältnisse stellten seiner Ansicht nach ein größeres Risiko für die wirtschaftliche Stabilität dar als eine mögliche rechtspopulistische Mehrheit.
Seine Warnungen fallen in eine Phase, in der Deutschland sich auf mehrere Landtagswahlen vorbereitet. Während die Enteignungsforderungen der Linken ausländische Investoren weiterhin verunsichern, scheint der politische Aufstieg der AfD bisher nur begrenzt Auswirkungen auf das Geschäftsklima zu haben.






