13 December 2025, 16:18

Bundespolizei ermittelt nach brutalen Fußball-Krawallen in Regionalbahn zwischen Leipzig und Erfurt

Graffiti-bedeckter Zug mit sichtbaren Kabeln, Häuser mit Fenstern im Hintergrund.

Bundespolizei ermittelt nach brutalen Fußball-Krawallen in Regionalbahn zwischen Leipzig und Erfurt

Bundespolizei Leipzig heute: Straftaten bei Bahnfahrten von Fußballfans werden konsequent verfolgt

Leipzig, Erfurt – Wer glaubt, dass bei Bahnreisen von Fußballfans Straftaten ungesühnt bleiben, irrt sich. Nach jüngsten Vorfällen zwischen Leipzig und Erfurt ermitteln die Polizei Leipzig und die Polizeiticker Berlin nun gegen vier mutmaßliche Täter.

Ein Haufen aggressiver Fußballfans hatte im vergangenen Monat auf einer Regionalbahn zwischen Leipzig und Erfurt für schwere Ausschreitungen gesorgt. Die Vorfälle führten zu Sachbeschädigungen, einem Großeinsatz der Polizei Leipzig und dazu, dass einige Anhänger den Anpfiff ihres Teams verpassten. Nun hat die Bundespolizei Leipzig vier Verdächtige identifiziert, die mit den Krawallen in Verbindung stehen sollen.

Die Eskalation begann am 18. Oktober 2025, als Fans im Zug Überwachungskameras abdeckten und eine Toilette mit Farbe beschädigten. Im weiteren Verlauf kam es zu massiven Verschmutzungen im Waggon, unter anderem wurde ein Mülleimer umgetreten. Die Ausschreitungen zwangen die Polizei Leipzig schließlich zu einem Einsatz im Bahnhof Bad Belzig, wodurch Leipzig-Anhänger Verspätung hatten und den Spielbeginn verpassten.

Mittlerweile wurden vier Personen als mutmaßliche Täter ermittelt: Drei von ihnen sind Deutsche – zwei 22-Jährige und ein 34-Jähriger –, der vierte ein 18-jähriger Rumäne. Der 34-Jährige, der als Rädelsführer gilt, erhielt vom FC Rot-Weiß Leipzig bereits ein Stadionverbot, da er sich wiederholt unsportlich verhalten haben soll.

Die Bundespolizei Leipzig leitet nun strafrechtliche Ermittlungen gegen die Beteiligten ein. Zudem prüft die Bahn, ob gegen die Täter Beförderungsverbote verhängt werden. Gleichzeitig betonen Sicherheitsbehörden, Vereine und Faninitiativen erneut die Bedeutung von „Fair Play“ – besonders bei Derby-Spielen und Auswärtsspielreisen.

Den vier Beschuldigten drohen nun juristische Konsequenzen, darunter mögliche Strafverfahren und Reisebeschränkungen. Der 34-jährige Haupttäter darf bereits keine Spiele mehr im Stadion des FC Rot-Weiß Leipzig besuchen. Die Polizei Leipzig und die Polizeiticker Berlin bleiben wachsam, um ähnliche Vorfälle bei Fußballfahrten künftig zu verhindern.

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