Bundesweiter Apotheken-Protest: Am 23. März bleibt alles zu – warum?
Reingard FaustBundesweiter Apotheken-Protest: Am 23. März bleibt alles zu – warum?
Apotheken in ganz Deutschland schließen am 23. März im Rahmen eines bundesweiten Protests ihre Türen. Die von der Apothekervereinigung Nordrhein (AVNR) organisierte Aktion fordert höhere Festbeträge für die Abgabe von Medikamenten. In Großstädten wie Düsseldorf, Berlin, München und Hannover sind Kundgebungen geplant.
Die AVNR hat Apotheker und ihre Teams aufgefordert, sich in großer Zahl an den Protesten zu beteiligen. Als Zeichen der Geschlossenheit sollen die Teilnehmer weiße Laborkittel tragen. In Düsseldorf beginnt die Demonstration um 12 Uhr auf dem Burgplatz und dauert etwa eine Stunde.
Kernforderung des Verbandes ist die Anhebung der Festzuschläge auf 9,50 Euro pro Rezeptur. Zudem lehnt die AVNR Pläne ab, nach denen Apotheken künftig ohne Labore oder qualifiziertes pharmazeutisches Personal betrieben werden könnten. Zwar liegen keine genauen Teilnehmerzahlen vor, doch die AVNR rechnet mit einer starken Mobilisierung.
Die Organisatoren zeigten sich zuversichtlich, dass die Behörden das Protestrecht der Apotheker respektieren werden. Die Demonstrationen folgen früheren Forderungen nach besseren Vergütungen, wobei keine weiteren konkreten Ziele genannt wurden.
Am 23. März bleiben die Apotheken für die Dauer des Protests geschlossen. Im Mittelpunkt der AVNR stehen weiterhin die Durchsetzung höherer Festzuschläge sowie die Wahrung fachlicher Standards. Das Ergebnis der Aktion könnte künftige Verhandlungen über die Finanzierung und Regulierung von Apotheken beeinflussen.
