Caritas warnt: Geringverdiener zahlen immer mehr für Heizenergie und brauchen dringend Hilfe
Berndt MitschkeCaritas warnt: Geringverdiener zahlen immer mehr für Heizenergie und brauchen dringend Hilfe
Geringverdiener in Deutschland kämpfen mit explodierenden Energiekosten – Caritas fordert mehr Unterstützung und gesetzliche Reformen für bezahlbares und klimafreundliches Heizen
Haushalte mit einem Monatsnettoeinkommen von unter 1.300 Euro geben mittlerweile rund zehn Prozent ihrer gesamten Ausgaben für Heizenergie aus – bei Familien mit über 5.000 Euro monatlich liegt dieser Anteil bei unter fünf Prozent. Die Wohlfahrtsorganisation Caritas warnt, dass sich diese Ungleichheit durch die weiter steigenden Energiepreise weiter verschärft.
Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa drängt die Bundesregierung nun, gesetzliche Vorgaben für klimafreundliche Heizsysteme in Mietwohnungen einzuführen. Moderne Anlagen würden Mietern ihrer Ansicht nach langfristig stabile Preise bieten und die Abhängigkeit von den schwankenden Ölpreisen verringern.
Zudem fordert die Organisation eine Ausweitung der Energieberatung für einkommensschwache Haushalte sowie Reformen bei den Sozialleistungen. Diese Maßnahmen könnten die finanzielle Belastung mindern und den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme beschleunigen. Allerdings gibt es keine genauen Daten darüber, wie viele Haushalte in Deutschland bereits moderne, umweltfreundliche Heizungen nutzen – bekannt ist nur, dass 2024 bei 69 Prozent der Neubauten Wärmepumpen eingebaut wurden.
Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, die Energiekosten für Mieter zu senken und die Abkehr von fossilen Brennstoffen voranzutreiben. Sollten die Pläne umgesetzt werden, müssten Vermieter ihre Heizungsanlagen modernisieren, was langfristig die Belastung für einkommensschwache Haushalte verringern könnte. Caritas betont, dass die Reformen notwendig seien, um sowohl die Haushaltsbudgets als auch das Klima zu schützen.






