02 May 2026, 10:11

Chaos und Geduld: 50.000 feiern friedlich den 1. Mai in Berlin

Eine große Gruppe von Menschen marschiert eine von Bäumen gesäumte Straße in Berlin entlang, einige halten Kameras, mit einem Gebäude und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Chaos und Geduld: 50.000 feiern friedlich den 1. Mai in Berlin

Tausende versammelten sich zum 1. Mai in Berlin – Demonstration verzögert, aber friedlich

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In Berlin versammelten sich am 1. Mai fast 50.000 Menschen zu den traditionellen Maifeierlichkeiten. Die jährliche „Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration“ geriet ins Stocken, als Tausende Feiernde die Straßen in Kreuzberg füllten. Trotz des großen Andrangs meldeten die Behörden bis zum frühen Abend keine Zwischenfälle.

Von Beginn an hatte der Demonstrationszug Schwierigkeiten, voranzukommen. Zahlreiche Straßen in Kreuzberg waren für den Verkehr gesperrt, und U-Bahn-Stationen entlang der Route wurden umgangen. Die Kommunistische Liga bestätigte auf X, dass ihr Block die Glogauer Straße erreicht habe, während andere Gruppen aufgrund der Menschenmassen auf der Oranienstraße festsaßen.

Am späten Nachmittag zerfiel der Zug zunehmend. Während die Spitze der Demonstration bereits in Neukölln vorrückte, steckte das Ende noch immer in Kreuzberg fest. Teilnehmer berichteten von langen Wartezeiten – teilweise bis zu 30 Minuten –, bevor sie weiterziehen konnten. Die Polizei beobachtete die Lage, griff jedoch zunächst nicht ein.

Am Abend sperrten Beamte den Zugang zum Görlitzer Park. Unklar blieb, ob die Demonstranten ihr geplantes Ziel, den Südstern in Kreuzberg, noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen würden. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) betonte, dass die Veranstaltung trotz des Chaos bisher friedlich verlaufen sei.

Die Demonstration zählte zu den größten der letzten Jahre mit rund 50.000 Teilnehmern. Staus und Straßensperren bremsten den Fortschritt, doch es kam zu keinen Ausschreitungen. Die Polizei blieb mit starkem Aufgebot präsent, während der Zug bis in die Nacht hinein weiterzog.

Quelle