Commerzbank setzt auf Digitalisierung – doch Filialen bleiben für Beratungen wichtig
Reingard FaustDeutsche Bank setzt auf KI und reduziert weiter das Filialnetz - Commerzbank setzt auf Digitalisierung – doch Filialen bleiben für Beratungen wichtig
Die Commerzbank treibt den Ausbau des Digitalbankings voran, hält aber gleichzeitig einige Filialen für wichtige Dienstleistungen offen. Bis Ende 2026 plant die Bank, etwa 100 weitere Standorte zu schließen, sodass sich die Gesamtzahl auf rund 650 verringert. Parallel dazu will sie die Nutzung ihrer App unter den 19 Millionen Privatkunden in Deutschland stärken.
Bei der Personalplanung im Privatkundengeschäft setzt die Bank auf natürliche Fluktuation, um den Personalbedarf zu reduzieren. Statt Entlassungen werden frei werdende Stellen nicht neu besetzt, da administrative Aufgaben zunehmend in digitale Kanäle verlagert werden. Dieser Ansatz geht mit den Plänen einher, weitere Filialen zu schließen – nach bereits erfolgten Konsolidierungen in der Vergangenheit.
Im zweiten Halbjahr dieses Jahres soll ein KI-gestützter virtueller Assistent eingeführt werden. Er wird Nutzer durch die App führen und häufige Fragen beantworten. Ziel ist es, das Digitalbanking einfacher und attraktiver zu gestalten.
Trotz des Digitalisierungsschubs betrachtet die Commerzbank Filialen weiterhin als unverzichtbar für komplexe Finanzberatungen. Dienstleistungen wie Hypothekenberatung und Anlageplanung werden weiterhin persönlich angeboten. Claudio de Sanctis, im Vorstand für das Privatkundengeschäft zuständig, betont, dass physische Standorte für bestimmte Kundenbedürfnisse weiterhin wichtig bleiben.
Bis 2026 wird die Commerzbank über weniger Filialen und eine schlankere Belegschaft verfügen – geprägt durch die zunehmende Digitalisierung. Der KI-Assistent und die Verbesserungen der App sollen die Zahl der aktiven Digitalnutzer erhöhen. Gleichzeitig bleiben ausgewählte Filialen für wichtige Finanzentscheidungen im persönlichen Gespräch geöffnet.
