15 March 2026, 00:12

Cyberkriminelle nutzen KI und Deepfakes für perfide Betrugsmaschen – so schützen Sie sich

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wenn Unternehmen versteckte Gebühren in Familienrechnungen unterbringen, kann das Hunderte Dollar im Monat kosten."

Cyberkriminelle nutzen KI und Deepfakes für perfide Betrugsmaschen – so schützen Sie sich

Cyberkriminalität ist zu einer allgegenwärtigen Bedrohung geworden – zwei Drittel der Internetnutzer berichten, bereits ins Visier von Betrügern geraten zu sein. Kriminelle setzen mittlerweile auf ausgefeilte Methoden: von Deepfake-Videos bis hin zu KI-gesteuerten Chatbots, um Opfer zur Herausgabe von Geld zu bewegen. Selbst alltägliche Aktivitäten wie Online-Shopping bergen verborgene Risiken, wenn Nutzer nicht achtsam sind.

In den letzten fünf Jahren haben Betrüger einfache Phishing-Mails und Schneeballsysteme hinter sich gelassen. Heute nutzen sie generative KI, um gefälschte Investmentplattformen zu erstellen, die täuschend echt wirken. Social-Media-Bots verbreiten Betrugsmaschen, indem sie die Angst, etwas zu verpassen, schüren, während bei sogenannten "Pig-Butchering"-Betrügereien* KI eingesetzt wird, um die Emotionen der Opfer zu analysieren und die Ausbeutung in die Länge zu ziehen. Durch Stimmenklonung und Deepfake-Videos sind Identitätsdiebstähle mittlerweile kaum noch zu erkennen.

In Chatgruppen bauen Kriminelle über Wochen Vertrauen auf, bevor sie ihre Opfer in Krypto- oder Technologie-Investments locken. Viele Betrugsmaschen setzen die Opfer unter Zeitdruck, um schnelle Entscheidungen zu erzwingen. Selbst scheinbar harmlose Transaktionen können riskant werden – etwa wenn Bankdaten in privaten Nachrichten preisgegeben oder manipulierte QR-Codes gescannt werden.

Um nicht auf Betrüger hereinzufallen, raten Experten, unaufgeforderte Nachrichten zu ignorieren und sichere Browser zu nutzen. Mit dem Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentrale unter www.verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder-71560 lässt sich prüfen, ob ein Onlineshop seriös ist. Wer Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte Anzeige erstatten, Konten sperren lassen und die Empfängerbank kontaktieren – auch wenn bei grober Fahrlässigkeit Streit über Erstattungen drohen kann.

Die Verbraucherzentrale bietet zudem eine Sonderseite mit Hilfestellungen bei Finanzbetrug unter www.verbraucherzentrale.nrw/finanzbetrug an.

Niemand ist vor Online-Betrug gefeit – wer digitale Risiken nicht kennt, kann schnell zum Ziel werden. Schweigen nach einem Betrug kommt nur den Tätern zugute, während eine Meldung der Vorfälle andere warnen und Unterstützung bieten kann. Wachsames Verhalten und schnelles Handeln bleiben die besten Waffen gegen die immer raffinierteren Cyberbedrohungen.

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