20 April 2026, 16:12

Deutschland beschleunigt Sefe-Privatisierung bis 2028 – und plant Fusion mit Uniper

Eine Balkendiagramm, das den prozentualen Anteil von Europas Naturgasimporten aus Russland zeigt, mit Text, der die Investitionsprozentsätze angibt.

Deutschland beschleunigt Sefe-Privatisierung bis 2028 – und plant Fusion mit Uniper

Deutschland treibt die Pläne zur Privatisierung von Sefe voran, der ehemaligen Gazprom-Tochter Germania, und will den Prozess bis Ende 2028 abschließen. Im Rahmen der Umstrukturierung muss die Bundesregierung ihren Anteil um mindestens 75 Prozent reduzieren. Gleichzeitig beschleunigen steigende Gaspreise und geopolitische Spannungen den Verkauf wichtiger Energieassets.

Das Unternehmen, das Gasspeicher, Pipelines und eine in Großbritannien ansässige Handelsabteilung betreibt, strebt an, seine Kerngeschäfte zusammenzuhalten, statt einzelne Bereiche separat zu veräußern. Der Privatisierungsprozess beginnt mit einer Kapitalerhöhung in Höhe von 1,5 bis 2 Milliarden Euro. Anschließend wird die deutsche Regierung ihren Anteil schrittweise weiter verringern. Parallel prüfen Beamte eine mögliche Fusion zwischen Sefe und Uniper, einem weiteren großen deutschen Gasimporteur.

In einem anderen Teil Europas erwägt Moldau unterdessen die Verstaatlichung ihres Gasversorgers Moldovagaz, nachdem es zu einem Streit mit dem russischen Konzern Gazprom gekommen war. Der Schritt spiegelt die wachsenden Energiesicherheitsbedenken in der gesamten Region wider.

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In einer separaten Entwicklung hat das US-Finanzministerium eine letzte einmonatige Ausnahmeregelung für die Sanktionen gegen Naftna Industrija Srbije (NIS), das staatlich gestützte serbische Ölunternehmen, verlängert. Ursprünglich hatte die USA Gazprom Neft, dem Mehrheitsaktionär von NIS, 45 Tage Zeit eingeräumt, um sich von seinem Anteil zu trennen. Die Verlängerung schafft zusätzlichen Spielraum für die Einhaltung der Vorgaben angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen.

Die Privatisierung von Sefe muss bis 2028 abgeschlossen sein, wobei die Bundesregierung den Großteil ihrer Anteile veräußern muss. Die Entscheidung des Unternehmens, seine Kerngeschäfte als Einheit zu erhalten, könnte künftige Energiegeschäfte prägen. Gleichzeitig unterstreicht die US-Ausnahmegenehmigung für NIS die schwierige Gratwanderung zwischen der Durchsetzung von Sanktionen und der Aufrechterhaltung der regionalen Energiestabilität.

Quelle