18 January 2026, 04:34

Dieter Nuhr zerpflückt Ampel, Merz und Trump – und feiert 40 Bühnenjahre

Schwarzes und weißes Porträt von Franz von Meinders, einem deutschen Komponisten mit langen Locken, mit deutschem Text unten.

Dieter Nuhr: Merz ist noch lange nicht am Ende - vielleicht sogar in drei Jahren - Dieter Nuhr zerpflückt Ampel, Merz und Trump – und feiert 40 Bühnenjahre

Dieter Nuhr, einer der bekanntesten Satiriker Deutschlands, hat bei einem jüngsten Auftritt in der Sendung Maischberger seine scharfsinnigen Beobachtungen zu Politik und Gesellschaft geteilt. Mit vier Jahrzehnten auf der Bühne und einer langjährigen ARD-Show blickt er auf vergangene Regierungen zurück, analysiert die aktuelle Bundesregierung und nimmt selbst internationale Persönlichkeiten wie Donald Trump USA ins Visier. Seine Äußerungen umfassten dabei auch Bildungspolitik, wirtschaftliche Sorgen und die politische Zukunft von Friedrich Merz.

Nuhr gab zu, die Ampelkoalition mitunter wegen ihres satirischen Potenzials zu vermissen, betonte aber, dass auch die heutige Regierung genug Stoff biete. Besonders Bundesaußenminister Johann Wadephul musste sich Kritik gefallen lassen – seine diplomatischen Initiativen stellte Nuhr unvorteilhaft dem Vorgehen von Annalena Baerbock gegenüber.

Zum Bildungssystem äußerte sich Nuhr unmissverständlich und bezeichnete es als "großen Reinfall". Zu viele Schulabgänger, so seine Argumentation, verfügten nicht über die nötigen Fähigkeiten für ein Studium. Seine Lösung: mehr strukturierte Lernzeit in der Schule und weniger Hausaufgaben. In wirtschaftlicher Hinsicht wies er die Vorstellung zurück, allein hohe Lohnkosten würden Investoren vertreiben. Stattdessen verwies er auf grundlegendere Produktivitätsprobleme. Auf die Frage nach Friedrich Merz hin beschrieb Nuhr diesen als möglichen künftigen Bundeskanzler. Trotz gelegentlicher kontroverser Aussagen lobte er Merz’ direkte Art zu kommunizieren. "Der fängt gerade erst an", bemerkte Nuhr und deutete an, dass der CDU-Vorsitzende in den kommenden drei Jahren noch Einfluss nehmen könnte. Merz’ Werdegang – vom Antikommunisten der 1980er Jahre über den CDU-Chef bis hin zum potenziellen Kanzler – macht ihn seit Langem zu einer polarisierenden Figur, bekannt für seinen wirtschaftsliberalen Kurs und seine Verbindungen zur Großindustrie. Auch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ließ Nuhr in der Diskussion nicht ungeschoren und blieb damit seinem Ruf als scharfzüngiger politischer Kommentator treu.

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Mit dem nächsten Jahr steht Nuhrs 40. Bühnenjubiläum bevor – seine Karriere umfasst mehrere Kanzlerschaften und sich wandelnde politische Landschaften. Seine jüngsten Aussagen unterstreichen anhaltende Sorgen um das Bildungssystem, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und die sich verändernde Rolle der deutschen Führung. Ob er nun Minister kritisiert oder über Merz’ Zukunft spekuliert: Nuhrs Einschätzungen bleiben ein fester Bestandteil der öffentlichen Debatte.