DJV fordert Venezuelas Öffnung für ausländische Journalisten nach Festnahmen
Reingard FaustDeutscher Journalisten-Verband: Venezuela muss sich für Journalisten öffnen - DJV fordert Venezuelas Öffnung für ausländische Journalisten nach Festnahmen
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat Venezuela aufgefordert, seine Grenzen für westliche Auslandskorrespondenten wieder zu öffnen. Der Appell erfolgt nach der vorübergehenden Festnahme von 14 Journalisten im Zuge der politischen Unruhen, die der Ergreifung von Nicolás Maduro durch US-Truppen in Caracas folgten.
Der DJV verurteilte die willkürlichen Verhaftungen als "Hexenjagd" auf kritische Berichterstattung. Die Behörden warfen den Journalisten vor, mit den USA zusammenzuarbeiten, doch in den verfügbaren Berichten wurden weder Namen noch Medienhäuser genannt. Die Venezolanische Journalistenvereinigung (SNRP) bestätigte die Festnahmen, gab jedoch keine weiteren Details bekannt.
Zudem forderte der DJV ein Ende der Zensurmaßnahmen, die die unabhängige Berichterstattung einschränken. Die Organisation argumentierte, dass eine Abhängigkeit von Pentagon-Erklärungen oder staatlich gefilterten Informationen eine sachgerechte Berichterstattung unmöglich mache. Auslandskorrespondenten müssten, so der Verband, die Lage vor Ort unbehindert bewerten können. Neben den Festnahmen kritisierte der DJV generelle Versuche, den Medienzugang zu kontrollieren. Die venezolanische Regierung wurde aufgefordert, freie und uneingeschränkte Berichterstattung zuzulassen, um in der anhaltenden Krise Transparenz zu gewährleisten.
Die Forderungen des DJV kommen in einer Phase eskalierender Spannungen in Venezuela. Da die Grenzen für viele ausländische Journalisten geschlossen bleiben, betont der Verband, dass unabhängiger Journalismus entscheidend sei, um die Ereignisse korrekt einordnen zu können. Der Aufruf zu offenem Medienzugang erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die politische Instabilität nach Maduros Festnahme weiter anhält.
