06 March 2026, 12:14

Dokumentarfilm über Hanauer Anschlag zeigt den Kampf gegen Rassismus und Vergessen

Ein Plakat zeigt eine Gruppe ängstlicher Menschen, einige schauen nach oben, andere nach unten, mit der Aufschrift 'Der Tod von Wolfe' unten, in gedämpften Farben.

Dokumentarfilm über Hanauer Anschlag zeigt den Kampf gegen Rassismus und Vergessen

Am 20. März 2023 um 19:00 Uhr findet im Big House Jugendzentrum Neuwied (Museumstraße 4a) eine kostenlose Vorführung des Dokumentarfilms "Das deutsche Volk" statt. Die Veranstaltung ist Teil der Internationalen Wochen gegen Rassismus und soll eine Diskussion über die anhaltenden Folgen des Hanauer Anschlags von 2020 anstoßen.

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Organisiert wird der Abend vom Jugendzentrum Big House, dem Pastoralen Netzwerk Neuwied und den Schulsozialdiensten Neuwied. Im Anschluss an den Film folgt ein moderiertes Gespräch. Alle Interessierten – insbesondere junge Menschen – sind herzlich eingeladen.

Der von Marcin Wierzchowski gedrehte Dokumentarfilm beleuchtet die Nachwirkungen des rassistisch motivierten Attentats in Hanau am 19. Februar 2020, bei dem neun junge Menschen mit Migrationshintergrund ermordet wurden. Über einen Zeitraum von vier Jahren begleitet der Film Überlebende, Angehörige der Opfer und die betroffene Gemeinschaft, die mit Trauer ringen und nach Gerechtigkeit streben.

Gleichzeitig zeigt der Film, wie schwer sich die Opfer Gehör verschaffen müssen, welche Versäumnisse es bei der Aufarbeitung durch die Behörden gab und wie der gesellschaftliche Kampf gegen Rassismus weitergeht. Seit dem Anschlag hat die öffentliche Debatte in Deutschland an Fahrt aufgenommen – Initiativen wie die Bildungsinitiative Ferhat Unvar, gegründet von der Hinterbliebenen Serpil Temiz Unvar, treiben Veränderungen voran. Doch die Überlebenden leiden weiterhin unter den Folgen, während rechtsextreme Kräfte, darunter die AfD, in jüngsten Wahlen an Einfluss gewonnen haben.

Nach der Filmvorführung wird Christopher Hoffmann eine Diskussion leiten, in der das Publikum Eindrücke teilen und über die Themen des Films sprechen kann – von systematischen Versäumnissen bis hin zum Kampf um Anerkennung und Wahrheit.

Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, sich mit der kraftvollen Botschaft des Dokumentarfilms auseinanderzusetzen und über die Auswirkungen von Rassismus auf die Gesellschaft zu diskutieren. Im Big House kommen Gemeinschaftsmitglieder, Pädagog:innen und Aktivist:innen zusammen, um der Opfer zu gedenken und Wege für eine solidarischere Zukunft zu erörtern. Im Mittelpunkt der Debatte stehen konkrete Schritte gegen Vorurteile sowie die Unterstützung von Betroffenen rassistischer Gewalt.

Quelle