Dresden atmet auf: 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft
Berndt MitschkeZweiter Weltkrieg: Bombe in Dresden erfolgreich entschärft - Dresden atmet auf: 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft
Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Dresden entschärft
In der Dresdner Innenstadt ist eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg nach einer zweistündigen, heiklen Entschärfungsaktion erfolgreich unschädlich gemacht worden. Der Fund in der Nähe der eingestürzten Carolabrücke zwang die Behörden, 18.000 Anwohner zu evakuieren, während die Polizei eine Sperrzone mit einem Radius von 1.000 Metern einrichtete. Wie die Behörden bestätigten, wurde der Zünder – der gefährlichste Teil der Bombe – vor Ort von Experten zerstört.
Die 250 Kilogramm schwere Blindgängerbombe war bei einer routinemäßigen Munitionsüberprüfung auf der Neustädter Seite der Elbe entdeckt worden. Anders als viele Kriegsbomben verfügte sie nur über einen einzigen Zünder, der jedoch bei ihrem ursprünglichen Abwurf schwer beschädigt worden war. Aufgrund dieses Zustands war eine manuelle Entschärfung zu riskant, sodass den Spezialisten nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten blieben.
Um die Gefahr zu bannen, setzte das Kampmittelräumteam einen Hochdruck-Wasserstrahlschneider ein. Mit diesem Präzisionswerkzeug trennte es den Zünder zusammen mit dem Bombenboden heraus. Wäre der Schnitt misslungen, hätte das Team keine andere Wahl gehabt, als die gesamte Bombe vor Ort zu sprengen – mit dem Risiko verheerender Zerstörungen. Stattdessen gelang es, gezielt nur den Zünder zu detonieren, sodass lediglich ein kleines Fragment zurückblieb.
Die Aktion dauerte zwei Stunden, wobei strenge Sicherheitsvorkehrungen galten. Die Anwohner wurden in sicherer Entfernung gehalten, sodass keine Verletzungen zu beklagen waren.
Durch die kontrollierte Sprengung des Zünders wurde die akute Gefahr beseitigt. Nach Aufhebung der Sperrzone konnten die evakuierten Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. Wie viele ähnlich große, intakte Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg in den letzten Jahren in Deutschland gefunden und entschärft wurden, haben die Behörden nicht mitgeteilt.
