DRK-Präsident kritisiert Mängel bei Katastrophenschutz
Deutsches Rotes Kreuz warnt: Deutschland schlecht auf Großschadenslagen vorbereitet
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat alarmierende Defizite in der deutschen Notfallvorsorge angemahnt. Gerda Hasselfeldt, Präsidentin der Organisation, betonte, dass die aktuellen Maßnahmen bei weitem nicht ausreichen würden, um im Ernstfall angemessen reagieren zu können. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der das DRK bundesweit eine Stärkung der Katastrophenvorsorge fordert.
Hasselfeldt wies auf gravierende Lücken in der privaten Vorbereitung hin. Jeder Haushalt solle Vorräte für mindestens drei – im Idealfall sogar vierzehn – Tage anlegen, darunter Lebensmittel, Wasser sowie grundlegende Utensilien wie eine Kurbeltaschenlampe oder ein Kurbelradio. Doch es gehe nicht nur um Material, so die DRK-Präsidentin. Sie plädierte für eine flächendeckende Erste-Hilfe-Ausbildung und setzte sich für niedrigschwellige Kurse ein, in denen Selbstschutz und Basisversorgung vermittelt werden.
Besonders wichtig sei ihr die Einführung einer verbindlichen Wiederbelebungstraining in Schulen: Ab der 7. Klasse solle es jährlich zwei Unterrichtsstunden zu diesem Thema geben. In Nordrhein-Westfalen hat das DRK bereits einen Schwerpunkt auf die Katastrophenvorbereitung gelegt. Die Landesvertretung unterstützt Hasselfeldts Forderung nach besserer Ausbildung und gestärktem öffentlichen Bewusstsein.
Die Warnungen des DRK unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf in der Notfallplanung. Während Schulen bald mit Reanimationsschulungen beginnen könnten, werden Haushalte aufgefordert, ihre Notvorräte aufzustocken. Die Organisation setzt sich weiterhin für eine breitere öffentliche Ausbildung ein, um die deutsche Krisenreaktion zu verbessern.
