15 April 2026, 18:11

Düngemittelpreise explodieren: Landwirte kämpfen um Ernte und Aussaat im Frühjahr

Eine Landkarte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz der Bauernmärkte zeigt, die SNAP-Gelder im Jahr 2013 akzeptieren.

Düngemittelpreise explodieren: Landwirte kämpfen um Ernte und Aussaat im Frühjahr

Deutsche Landwirte kämpfen mit explodierenden Düngemittelpreisen zu Beginn der Frühjahrsaussaat

Die Kosten für wichtige Dünger sind innerhalb nur eines Monats um bis zu 141 Euro pro Tonne gestiegen. Der starke Anstieg folgt auf Lieferstörungen im Nahen Osten und Blockaden in der Straße von Hormus, einer lebenswichtigen Handelsroute für den globalen Düngemittelverkehr.

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Der Konflikt im Nahen Osten hat die Düngemittellieferungen, die durch die Straße von Hormus transportiert werden, schwer beeinträchtigt. Durch diese schmale Wasserstraße wird normalerweise ein Drittel des weltweiten Düngemittelhandels abgewickelt. Da die Versorgungslagen angespannt sind, sind die Preise in ganz Europa deutlich angestiegen.

Kalkammonsalpeter (CAN) kostet mittlerweile 440 Euro pro Tonne – ein Anstieg um 63 Euro im Vergleich zum Vormonat. Ammoniumnitrat-Kalk (AHL) hat um 49 Euro zugelegt und liegt nun bei 413 Euro pro Tonne. Am stärksten gestiegen ist der Preis für granuliertes Harnstoffdünger, der um 141 Euro auf 694 Euro pro Tonne geklettert ist.

Landwirte, die keine Vorräte angelegt haben, kämpfen nun darum, überhaupt noch ausreichend Dünger für ihre Felder zu beschaffen. Winterkulturen, die bereits ausgesät sind, benötigen in ihrer kritischen Wachstumsphase ausreichend Nährstoffe. Ein Umstieg auf stickstoffeffiziente Alternativen wie Soja ist für viele Betriebe jedoch keine praktikable Lösung.

Aktuell läuft eine Umfrage, um zu ermitteln, wie die Landwirte auf die Preissprünge reagieren. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, welche Auswirkungen die Entwicklung auf die Anbauentscheidungen und Ernteerträge in dieser Saison haben könnte.

Der Preisschub kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, denn die Landwirte bereiten sich auf die Frühjahrsaussaat vor. Wer keine Reserven angehäuft hat, könnte mit Engpässen konfrontiert sein – mit Folgen für Winterkulturen und die anstehenden Aussaat. Die Situation zeigt einmal mehr, wie anfällig landwirtschaftliche Lieferketten für globale Handelsstörungen sind.

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