Edenhofer fordert Klimabonus und Abgaben auf Ölheizungen für faire Wende
Reingard FaustEdenhofer fordert Klimabonus und Abgaben auf Ölheizungen für faire Wende
Der Ökonom Ottmar Edenhofer warnt vor einem Anstieg neuer Öl- und Gasheizungen. Er forderte die Regierung auf, Schwächen in der Industrieplanung nicht der Klimapolitik anzulasten. Seine Äußerungen fallen in die laufende Debatte über die deutsche Energiewende und wirtschaftliche Stabilität.
Edenhofer räumte ein, dass viele Hausbesitzer die Umrüstung auf Wärmepumpen finanziell nicht stemmen können. Er schlug vor, bestehende Förderprogramme zu nutzen, um den Umstieg auf klimafreundlichere Heizsysteme zu erleichtern. Ein Klimabonus könnte zudem die Belastungen für Haushalte abfedern.
Als Finanzierungsmodell für die Wende schlug er eine Abgabe auf neue Öl- und Gasheizungen vor. Eine Senkung der Stromsteuer, so Edenhofer, würde zudem die Attraktivität von Wärmepumpen steigern.
Kritisch äußerte er sich zu Kanzler Friedrich Merz' Behauptung, der Klimaschutz gefährde die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Edenhofer betonte, dass eine konsequente Klimapolitik langfristige Sicherheit garantiere. Umweltmaßnahmen seien kein Luxus, sondern unverzichtbar, um Wohlstand zu erhalten. Trotz kurzfristiger Herausforderungen warnte er davor, zukünftige Risiken zu vernachlässigen.
Edenhofers Vorschläge zielen darauf ab, bezahlbare Lösungen mit langfristigen Klimazielen in Einklang zu bringen. Dazu gehören gezielte Abgaben, steuerliche Anpassungen und der Ausbau von Fördermitteln. Das Ziel: einen Rückfall in die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verhindern – bei gleichzeitiger Unterstützung von Haushalten und Wirtschaft.






