05 January 2026, 00:15

Ehemaliger Flughafen Tegel wird zur Notunterkunft für 500 Flüchtlinge umfunktioniert

Ein belebter Flughafeninnenraum mit vielen Menschen, die auf Flüge warten, Gepäck auf der linken Seite und Glastüren mit Hinweisen im Hintergrund.

Flüchtlinge in andere Unterkünfte verlegt - Ehemaliger Flughafen Tegel wird zur Notunterkunft für 500 Flüchtlinge umfunktioniert

Berlin eröffnet Teil des ehemaligen Flughafens Tegel als Notunterkunft für Flüchtlinge

Die Hauptstadt hat einen Teil des früheren Flughafens Tegel wieder in Betrieb genommen, um dringend unterzubringende Flüchtlinge aufzunehmen. Terminal C beherbergt derzeit 200 Menschen, doch die Kapazität soll auf 500 vorübergehende Plätze ausgebaut werden. Der Schritt folgt auf die Schließung einer umstrittenen Notunterkunft an gleicher Stelle im vergangenen Monat.

Die neue Notunterkunft in Terminal C wurde an einem Samstag Anfang Januar innerhalb von nur zwei Stunden eingerichtet. Das Personal startete umgehend Sicherheitsdienste, Verpflegung und den Betrieb, um die Ankömmlinge zu unterstützen. Unter den ersten 200 Flüchtlingen befinden sich auch Personen mit besonderem Betreuungsbedarf, darunter zehn Schwerstkranke – einige von ihnen sind auf Beatmungsgeräte angewiesen.

Ursprünglich sollte die Einrichtung erst im Januar 2026 als moderne EU-konforme Aufnahmeeinrichtung mit Platz für 2.600 Menschen eröffnet werden. Doch der steigende Bedarf zwang die Behörden zum vorzeitigen Handeln. Die Entscheidung fällt nach der Schließung einer großen Notunterkunft in Tegel im Dezember, die wegen unzumutbarer Lebensbedingungen in der Kritik stand. Die Senatorin für Soziales, Cansel Kiziltepe (SPD), beschrieb die aktuelle Lage als ruhig. Viele der Neuankömmlinge wurden aus überfüllten Unterkünften im Südwesten Berlins verlegt. Die vorübergehende Lösung soll die Situation entlasten, während die langfristigen Pläne voranschreiten.

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Terminal C des ehemaligen Flughafens bietet nun kurzfristige Hilfe für Hundert Flüchtlinge. Mit weiteren 300 freien Plätzen wird die Kapazität schrittweise erhöht. Parallel arbeitet die Stadt daran, das ursprünglich für 2026 geplante dauerhafte Aufnahmezentrum fertigzustellen.