14 January 2026, 12:34

Ernie und Bert leuchten jetzt an Hamburger Ampeln für Fußgänger

Ein schwarz-weißes Foto einer Stadtstraße in Neubrandenburg, Deutschland, mit Menschen, einem Pferdewagen, Gebäuden mit Fenstern, Schildern, Straßenlaternen, einem Baum und einem bewölkten Himmel.

Ampelmännchen im neuen Licht - Sesamstraße-Duo in Hamburg - Ernie und Bert leuchten jetzt an Hamburger Ampeln für Fußgänger

Zwei bekannte Gesichter aus der Sesamstraße leiten jetzt Fußgänger in Hamburg

Ab diesem Dienstag geben Ernie und Bert an zwei Hamburger Kreuzungen das Signal zum Überqueren der Straße. Die Ampeln mit den Kultfiguren knüpfen an eine lange Tradition ungewöhnlicher Fußgängerampeln in ganz Deutschland an.

Die neuen Lichtsignale werden heute Nachmittag offiziell enthüllt. Eine steht am Hugh-Greene-Weg/Julius-Vosseler-Straße, die andere an der Rothenbaumchaussee/Oberstraße. Der NDR, der die deutsche Sesamstraße seit über 50 Jahren produziert, hat mit der Stadt zusammengearbeitet, um die beliebten Charaktere als Ampelfiguren umzusetzen.

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Hamburg reiht sich damit in die Liste der Städte ein, die Standard-Fußgängersymbole durch lokale Ikonen ersetzt haben. In Emden etwa springt ein Schattenriss des Komikers Otto Waalkes, um anzuzeigen, wann man die Straße überqueren darf. Schwerin zeigt den Petermann-Geist mit Laterne, der auf das historische Schloss weist, in dem der Landtag tagt. Und in der Nähe des Wikinger-Museums Haithabu in Haddeby führt ein Helm tragender Wikinger mit Axt und Schild die Fußgänger.

Auch andere Städte setzen auf kreative Lösungen: In Mainz leuchten die Mainzelmännchen, die Maskottchen eines Regionalfernsehsenders, als Ampelfiguren. Bremen zeigt die Bremer Stadtmusikanten, und Hildesheim hatte einst gleichgeschlechtliche Paare abgebildet – eine Entscheidung, die nach einer abgelehnten Klage gerichtlich bestätigt wurde.

Die Ernie-und-Bert-Ampeln bereichern Deutschlands wachsende Sammlung individueller Fußgängersignale. Die Figuren erfüllen nicht nur ihren praktischen Zweck, sondern feiern auch lokale Kultur und Geschichte. Die Hamburger Installation ist der neueste Beitrag in einer Reihe verspielter, stadtspezifischer Designs.