EU-Agrarsubventionen sichern Liquidität für 3.900 Thüringer Höfe
Adriana HaufferEU-Agrarsubventionen sichern Liquidität für 3.900 Thüringer Höfe - EU-Agrarsubventionen sichern Liquidität für 3.900 Thüringer Höfe
EU-Agrarsubventionen sichern Liquidität für 3.900 Thüringer Betriebe
EU-Agrarsubventionen sichern Liquidität für 3.900 Thüringer Betriebe
EU-Agrarsubventionen sichern Liquidität für 3.900 Thüringer Betriebe
- Dezember 2025, 11:42 Uhr
Thüringer Landwirte haben bis Ende 2025 mehr als 217 Millionen Euro aus EU-Agrarfonds erhalten. Die Zahlungen stammen aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und umfassen direkte Unterstützung, Risikoabsicherung sowie gezielte Hilfen für kleinere und junge Betriebe.
Der Großteil der Mittel – rund 196 Millionen Euro – floss als Direktzahlungen an fast 3.900 Höfe und sicherte so die Liquidität und Stabilität des Agrarsektors in der Region.
Die GAP-Gelder der EU haben die Thüringer Landwirtschaft über verschiedene Programme gestützt. Zu den Direktzahlungen zählten flächenbezogene Einkommensbeihilfen, Absicherungen gegen Betriebsrisiken sowie zusätzliche Förderung für Kleinbetriebe und Junglandwirte. Diese Maßnahmen sollten die finanzielle Widerstandsfähigkeit der Branche stärken.
Rund 2.300 Betriebe erhielten 2025 zudem ergänzende Ausgleichszahlungen in Höhe von 21,1 Millionen Euro. Diese Gelder richteten sich an Landwirte, die Acker- oder Grünland in benachteiligten Gebieten bewirtschaften. Weitere Unterstützung gab es für freiwillige Öko-Regelungen sowie die Haltung von Mutterkühen, Mutterschafen und Ziegen.
Doch die künftige Förderung steht vor Unsicherheiten. Der GAP-Haushalt soll ab 2028 von 387 auf unter 294 Milliarden Euro schrumpfen. Nach neuen Plänen werden Direktzahlungen auf 100.000 Euro pro Betrieb gedeckelt, und flächenbezogene Subventionen sollen schrittweise reduziert werden. Der für Landwirtschaft zuständige EU-Kommissar Christophe Hansen hat diese Änderungen im Rahmen der GAP- und Mehrjährigen Finanzrahmen-Verhandlungen nach 2027 bestätigt.
Thüringens Agrarministerin Colette Boos-John (CDU) betonte die Bedeutung einer ausreichenden Finanzierung. Sie forderte eine faire Verteilung der EU-Agrarmittel, um die heimische Landwirtschaft zu schützen.
Die 217 Millionen Euro an EU-Subventionen haben Thüringer Betrieben wichtige finanzielle Unterstützung geboten. Angesichts der bevorstehenden Kürzungen und strengeren Obergrenzen könnte der Agrarsektor der Region in den kommenden Jahren mit geringeren Mitteln auskommen müssen. Nun rückt in den Fokus, wie die künftige GAP-Politik finanzielle Zwänge mit den Bedürfnissen der Landwirte in Einklang bringt.
