31 March 2026, 14:16

Europas Drogenkonsum im Wandel: Kokain und Ketamin steigen, MDMA sinkt

Plakat mit Text, der besagt, dass die Staaten jährlich über 3,6 Milliarden Dollar in die Durchsetzung von Marihuanagesetzen stecken, illustriert durch einen überlaufenden Müllcontainer.

Europas Drogenkonsum im Wandel: Kokain und Ketamin steigen, MDMA sinkt

Eine neue Studie zeigt veränderte Drogenkonsumtrends in Europa. Die Analyse von Abwässern aus 115 Städten belegt einen Anstieg beim Konsum von Kokain und Ketamin, während der Gebrauch von MDMA zurückgegangen ist. Die vom Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) durchgeführte Untersuchung erfasste zudem die Cannabiswerte, die im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert blieben.

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Die EBDD untersuchte Abwasserproben, um Rückstände von Drogen in städtischen Gebieten zu messen. Dabei zeigte sich ein europaweiter Anstieg beim Konsum von Kokain und Ketamin, während die MDMA-Werte sanken. Die Studie umfasste mehrere Substanzen, darunter Amphetamin, Methamphetamin und Cannabis.

Der Cannabiskonsum blieb in den meisten Städten stabil, wobei Genf die höchsten Werte verzeichnete. Berlin belegte mit 172 Milligramm THC-COOH pro 1.000 Einwohner täglich den vierten Platz, Frankfurt folgte auf Rang neun mit etwa 150 Milligramm. Mainz landete auf Platz 15 mit 130,6 Milligramm pro 1.000 Einwohner und Tag.

Mehr als ein Jahr nach der Legalisierung von Cannabis in Deutschland im August 2025 sind keine nennenswerten Veränderungen im Konsumverhalten feststellbar. Berichte deuten auf begrenzte unmittelbare Auswirkungen hin, doch könnten sich langfristig noch Entwicklungen abzeichnen.

Die Ergebnisse unterstreichen die sich wandelnden Drogentrends in Europa: Während Kokain und Ketamin auf dem Vormarsch sind, bleibt der Cannabiskonsum stabil. Die Legalisierung in Deutschland könnte jedoch künftige Muster beeinflussen. Die Abwasseranalysen der EBDD liefern ein präzises Bild des aktuellen Konsums auf dem Kontinent.

Quelle