FDP Bremen lehnt Bebauung der Galopprennbahn ab – fordert Grünfläche statt Beton
Berndt MitschkeFDP Bremen lehnt Bebauung der Galopprennbahn ab – fordert Grünfläche statt Beton
Die Bremer FDP hat sich gegen Pläne zur Bebauung der alten Galopprennbahn der Stadt ausgesprochen. Die Parteiführung plädiert stattdessen dafür, das Gelände in eine Grünfläche für die Bürgerinnen und Bürger umzuwandeln. Die 30 Hektar große Fläche biete eine "große Chance für das östliche Bremen", so die Argumentation.
Ole Humpich, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft, verwies auf ein Referendum aus dem Jahr 2019, bei dem sich die Wähler gegen Wohnungsbau auf dem Rennbahngelände ausgesprochen hatten. Die aktuellen Pläne des Senats ignorierten diesen demokratischen Beschluss, kritisierte er.
Die Partei bezeichnete den Bebauungsvorschlag als überholt und betonte, Bremen brauche "keinen weiteren Beton, sondern eine zukunftsweisende Vision". Stattdessen solle ein Erholungs-, Sport- und Kulturzentrum entstehen. Humpich stellte zudem die Begründung für die Bebauung infrage: "Vernachlässigung allein ist kein ausreichender Grund."
Zudem wies die FDP auf Widersprüche in der Senatsstrategie hin. Humpich merkte an, dass die Baupläne im Konflikt mit den eigenen Prioritäten der Regierung zu Klimaanpassung und Hitzeschutz stünden.
Die FDP besteht darauf, das Gelände als Grünfläche zu erhalten und nicht zu bebauen. Die Partei sieht darin die Möglichkeit, einen lebendigen, gemeindeorientierten Ort zu schaffen. Nun bleibt abzuwarten, ob der Senat angesichts der früheren öffentlichen Ablehnung seine Pläne überdenken wird.






