Finanzstreit eskaliert: Bund weigert sich, Kommunen zu entlasten
Hilda Dussen vanVoigt: Bundesregierung muss für das bezahlen, was sie von den Kommunen fordert - Finanzstreit eskaliert: Bund weigert sich, Kommunen zu entlasten
Voigt: Bund muss zahlen, was er den Kommunen vorschreibt
Voigt: Bund muss zahlen, was er den Kommunen vorschreibt
Voigt: Bund muss zahlen, was er den Kommunen vorschreibt
- Dezember 2025, 14:00 Uhr
Ein jüngstes Treffen der Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Bundeskanzler Friedrich Merz endete ohne Lösung des seit Langem schwelenden Finanzstreits. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Frage, wer die Kosten für Aufgaben tragen soll, die der Bund den Kommunen überträgt. Die Regierungschefs der Länder forderten klarere Regeln, um die anhaltende finanzielle Belastung der Städte, Gemeinden und Regionen zu verhindern.
An den Verhandlungen nahmen die 16 Ministerpräsidenten sowie Kanzler Merz teil. Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, setzte sich dabei besonders für das Konnexitätsprinzip ein – also den Grundsatz „Wer bestellt, zahlt“. Danach müsste der Bund die zusätzlichen Ausgaben übernehmen, die entstehen, wenn seine Gesetze den Kommunen neue Pflichten auferlegen.
Der Streit um die Finanzierung bleibt jedoch ungelöst. Die Länder bestehen darauf, dass Berlin die Verantwortung für die Kosten trägt, die aus seinen politischen Vorgaben resultieren. Eine Sonderkonferenz im Jahr 2026 soll das Thema erneut aufgreifen. Bis dahin bleiben die Kommunen und Regionen mit den finanziellen Unsicherheiten durch unfinanzierte Bundesauflagen belastet.
