30 June 2026, 06:08

Fürther Jugendrat fordert: Hilfe statt Strafe bei Armutsdelikten

"Hilfe statt Strafe": Fürther Jugendrat stellt Antrag im Ausschuss

Fürther Jugendrat fordert: Hilfe statt Strafe bei Armutsdelikten

Der Fürther Jugendrat hat einen Antrag eingebracht, der bei Armutsdelikten den Fokus von Strafe auf Unterstützung verlagern soll. Unter dem Titel „Hilfe statt Strafe – Gemeinsam gegen Gewalt“ wird der Vorschlag am 1. Juli beraten. Die Initiative argumentiert, dass reine Sanktionen die Ursachen solcher Straftaten nicht bekämpfen.

Erstmals hatte der Jugendrat das Verkehrsunternehmen infra aufgefordert, Schwarzfahrten nicht mehr an die Behörden zu melden. Daraus resultierte eine Vereinbarung, wonach Menschen in prekären Verhältnissen nicht mehr wegen Fahrens ohne Ticket strafrechtlich verfolgt werden.

Die stellvertretende Vorsitzende Julia Dierauf betonte, wie wichtig gezielte Hilfsangebote für junge Straftäter seien, deren Handeln aus Not entsteht. Zudem fordert der Rat, dass die Jugendhilfe frühzeitig in Strafverfahren einbezogen wird.

Vorsitzender Alexander Bohn unterstrich die Bedeutung von aufsuchender Sozialarbeit. Der Jugendrat schlug Streetwork und mobile Jugendhilfe als Maßnahmen vor, um gefährdete Personen zu erreichen. Darüber hinaus setzte er sich für eine zentrale Meldestelle für Opfer sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt ein.

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Der Antrag spiegelt einen größeren gesellschaftlichen Trend wider, soziale Probleme durch Unterstützung statt Bestrafung anzugehen. Wird er angenommen, könnte er die Vorgehensweise lokaler Behörden bei Armutsdelikten verändern. Die Debatte am 1. Juli wird über die nächsten Schritte entscheiden.

Quelle