Gegenprotest in Bad Dürkheim übertrifft AfD-Veranstaltung vor der Landtagswahl
Berndt Mitschke1.000 Menschen demonstrieren gegen AfD - Gegenprotest in Bad Dürkheim übertrifft AfD-Veranstaltung vor der Landtagswahl
Eine Wahlkampfveranstaltung der rechtspopulistischen AfD in Bad Dürkheim zog weniger Teilnehmer an als eine parallel stattfindende Gegenkundgebung. Rund 600 Menschen besuchten die AfD-Veranstaltung, während sich etwa 1.000 friedlich in der Nähe versammelten, um gegen die Partei zu protestieren. Organisiert wurde die Demonstration von lokalen Initiativen, die sich gegen die Politik der AfD stellen.
Die Kundgebung der AfD fand im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl statt. Als Rednerin trat Alice Weidel auf, eine der beiden Parteivorsitzenden. Ihr Co-Vorsitzender Tino Chrupalla nahm nicht teil.
Die Gegenveranstaltung begann mit einem "Marktplatz der Demokratie", auf dem verschiedene Gruppen Informationsstände aufbauten und Diskussionen anboten. Zu den Organisatoren zählten das "Aktionsbündnis für Vielfalt und Toleranz" sowie die Initiative "Die Pfalz bleibt bunt". Beide haben sich bereits in der Vergangenheit gegen rechtspopulistische Tendenzen in der Region engagiert. Noch am Vorabend hatten Weidel und Chrupalla gemeinsam am AfD-Wahlkampfauftakt in Idar-Oberstein teilgenommen. Trotz der Bemühungen der Partei überstieg die Zahl der Protestierenden in Bad Dürkheim die der AfD-Teilnehmer deutlich.
Die friedliche Demonstration verlief ohne Zwischenfälle. Lokale Gegeninitiativen mobilisierten mehr Menschen als die AfD-Veranstaltung anzog. Die Ereignisse spiegeln die anhaltenden Spannungen im Vorfeld der Landtagswahl wider.
