Graffiti-Serie in Thüringer Bahnhöfen: Bundespolizei ermittelt nach Vandalismus-Welle
Berndt MitschkeGraffiti-Serie in Thüringer Bahnhöfen: Bundespolizei ermittelt nach Vandalismus-Welle
Die Bundespolizei in Thüringen ermittelt in einer Serie von Graffiti-Attacken auf Bahnhöfe und Einrichtungen. Wie am Montag bekannt wurde, richteten die Vorfälle an mehreren Standorten erhebliche Schäden an. Die Behörden bestätigten vier separate Fälle von Vandalismus, deren Beseitigung Kosten in Höhe mehrerer tausend Euro verursacht.
In Artern wurde ein Fahrkartenautomat mit schwarzer und pinkfarbener Sprühfarbe besprüht. Am Bahnhof Hermsdorf-Klosterlausnitz tauchte unterdessen ein roter, gesellschaftskritischer Slogan an den Wänden des Bahnsteig-Unterführungs auf. Auch der Fußgängertunnel am Bahnhof Triptis wurde zum Ziel – diesmal von Fußball-Hooligans, die beleidigende Botschaften hinterließen.
Auffällige, rätselhafte Graffiti entdeckten Ermittler zudem im Personenunterführungs des Bahnhofs Weida. Alle vier Fälle werden derzeit untersucht, doch bisher konnten keine Tatverdächtigen ermittelt werden. Die finanziellen Schäden bewegen sich im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich.
Graffiti an Zügen und Bahnhöfen wird von der Bundespolizei als Straftat verfolgt, die solche Delikte konsequent aufklärt. In diesem Jahr jähren sich zudem zwei besondere Ereignisse: Die Sprühdose wird 100 Jahre alt, während die Bundespolizei auf 75 Jahre Einsatzgeschichte zurückblickt.
Die Ermittlungen zu den Vorfällen laufen weiterhin, um die Verantwortlichen zu identifizieren. Die betroffenen Bereiche müssen instand gesetzt werden, was die durch den Vandalismus entstandenen Kosten weiter in die Höhe treibt. Die Bundespolizei bleibt wachsam und geht weiterhin gegen solche Straftaten im Schienennetz vor.






