03 April 2026, 00:47

Grüne fordern radikale Wende: Mehr Windkraft, Solarbonus und günstigeren Strom für Deutschland

Eine Liniengrafik, die die monatliche Solarstromerzeugung in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datenkontext bietet.

Grüne fordern beschleunigten Windkraft-Ausbau und Recht auf Solaranschluss - Grüne fordern radikale Wende: Mehr Windkraft, Solarbonus und günstigeren Strom für Deutschland

Die Grünen haben ein Paket ambitionierter Vorschläge vorgestellt, um den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland zu beschleunigen. Dazu gehören höhere Ziele für Windkraft, neue Rechte für Besitzer von Solaranlagen und Senkungen der Stromkosten. Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung unter Druck gerät, ihre eigene Energiestrategie zu überarbeiten.

Die Grünen fordern, die jährlichen Ausschreibungen für Onshore-Windkraft von 10 auf 15 Gigawatt zu erhöhen. Zudem verlangen sie eine gesetzliche Garantie, die Bürgern ermöglicht, Solaranlagen ohne Verzögerungen ans Netz anzuschließen. Um Engpässe zu vermeiden, setzt sich die Partei für einen umfassenden Ausbau der Verteilnetze bis 2030 ein.

Gleichzeitig plädieren die Grünen für strengere Regeln bei Netzanbindungen. Private Solaranlagen müssten dann verbindliche Fristen für die Netzintegration einhalten. Hausbesitzer mit Photovoltaik könnten zudem von einem "Solarbonus" profitieren – 600 Stunden kostenlosen Strom in den Sommermonaten.

Kritik übt die Partei an den Regierungsplänen für neue fossile Gaskraftwerke. Stattdessen schlagen die Grünen günstigere Freileitungen für neue Stromtrassen vor, anstatt teure Erdkabel zu verlegen. Geringere Netzentgelte und eine Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucher sind ebenfalls Teil ihres Konzepts. Zudem betonen die Grünen die Notwendigkeit von mehr intelligenten Stromzählern und Energiespeichersystemen, um Angebot und Nachfrage besser auszugleichen.

Als Reaktion darauf hat die Bundesregierung die EEG-Novelle 2022 verabschiedet, die Deutschland rechtlich verpflichtet, bis 2030 einen Ökostromanteil von 80 Prozent zu erreichen. Dazu gehören Ausbauziele von 115 Gigawatt für Onshore-Wind, 30 Gigawatt für Offshore-Wind und 215 Gigawatt für Solarenergie. Allerdings steht Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) in der Kritik, da sie mögliche Rücknahmen der Ziele ins Spiel gebracht hat. Klimaschutzverbände fordern die Regierung nun auf, trotz der bereits erreichten 80-Prozent-Marke am Plan festzuhalten.

Die Vorschläge der Grünen zielen darauf ab, Strom günstiger zu machen und gleichzeitig die Energiewende zu beschleunigen. Mit ihrem Fokus auf Netzausbau, Solarförderung und Windkraftausbau setzen sie klare Prioritäten für die kommenden Jahre. Die bestehenden Regierungsziele bleiben zwar bestehen, doch die Debatten über die Umsetzung gehen weiter.

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AKTUALISIERUNG

Government approves climate plan with expanded wind targets, but Greens push for faster action

The Bundesregierung has formally adopted the Klimaschutzprogramm 2026, increasing onshore wind auctions to 12 GW annually. This partial response to the Greens' demands includes:

  • 12 GW additional wind capacity by 2030, expected to save 6.5 million tons of CO₂ yearly.
  • Accelerated approvals for 2,000 new turbines, though Greens MP Katrin Uhlig criticises "willkürliche Netzanschlussprozesse" as barriers.
  • A 27% rise in Q1 2026 wind energy output, contributing to falling electricity prices.